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Für mehr Summen in der Stadt: "Bienenstadt Dresden" plant weitere Projekte

Für mehr Summen in der Stadt: "Bienenstadt Dresden" plant weitere Projekte

Am kommenden Sonnabend ist Valentinstag. Der Tag geht zurück auf den Schutzpatron der Liebenden, Valentin von Terni. Der christliche Märtyrer ist gleichzeitig aber auch der Schutzpatron der Imker.

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Quelle: Anja Schneider

Und die haben in Dresden seit dem vergangenen Jahr einen besonderen Stellenwert. So haben sich unter anderem das Umweltamt, der Imkerverein und die Städtischen Bibliotheken der Stadt zusammen gefunden, um das Projekt "Bienenstadt Dresden" ins Leben zu rufen. Dabei geht es vor allem darum , die gefährdete Artenvielfalt der in Sachsen beheimateten Wildbienen zu schützen und gleichzeitig ein Bewusstsein für die ökologische Wichtigkeit von Bienen zu schaffen. Dazu werden an bekannten Orten, wie beispielsweise dem Museumsgarten des Deutschen Hygiene-Museums, Bienenvölker beheimatet.

Seit einiger Zeit ist auch ein Baucontainer am Kulturpalast zum Standort von zwei Bienenbeuten geworden. Ab 2017 sollen die Bienen dann auf dem Balkon des Kulturpalastes stehen und zusammen mit einer "Bienenbibliothek" im Inneren das Projekt der "Bienenstadt Dresden" unterstützen. Geplant ist ebenfalls ein Schaubienenstand in der Innenstadt, ein Lehrpfad im Großen Garten und eine bienenfreundliche Wiese auf dem Zelleschen Weg in Zusammenarbeit mit Studenten der TU Dresden.

Den aus diesem Projekt entstandenen Honig kann man seit einem halben Jahr an der Dresden-Information kaufen. Einmalig dabei ist die genaue Herkunftsangabe des Honigs, sortiert nach dem jeweiligen Stadtteil. Derzeitig ist Honig aus sechs Stadtteilen zu haben, darunter Hellerau, Pillnitz und Trachenberge. Ein kleines, 130 Gramm schweres Glas kostet 2,90 Euro, die große Variante mit 230 Gramm ist für 4,90 Euro erwerbbar. Die Honiggläser sind optimale Souvenirs, inzwischen sind aber auch viele Dresdner auf den Geschmack gekommen.

Wer nicht nur schlemmen, sondern die Erhaltung der Bienen und das Projekt "Bienenstadt Dresden" aktiv unterstützen möchte, kann im eigenen Garten zum Heimimker werden. "Man benötigt zum Anfang eigentlich nur eine Behausung für die Bienen, eine sogenannte Bienenbeute und ein Bienenvolk. Dieses ist bei örtlichen Imkern zu erwerben. Darüber hinaus sollte man einen Imkerkurs belegen und dann kann es los gehen", erklärt der Vorsitzende des Imkervereins Dresden e.V., Tino Lorz. Außerdem bekommt jeder Neuimker eine Förderung in Höhe von 500 Euro vom Freistaat Sachsen. Zur Herstellung des Honigs steht ein Honigsschleuderraum im Hechtviertel zur Verfügung.

Man muss aber nicht selbst Herr über ein Bienenvolk werden. Ein Totholzhaufen als Unterschlupf im Garten und das Pflanzen von Obstbäumen oder blühenden Kräutern unterstützen das Projekt ebenfalls. Und auch den Rasenmäher kann man zur Freude der Bienen einmal mehr stehen lassen, um natürliche Wildblumen auf dem Rasen blühen zu lassen. Angst muss man laut Tino Lorz vor den Tieren nicht haben, Stadtbienen sind sehr stecharm.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.02.2015

Sophie Stula

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