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Für die Ewigkeit aufbewahrt: Zeitzeugenberichte aus dem Jahre 1945 an das Dresdner Stadtarchiv übergeben

Für die Ewigkeit aufbewahrt: Zeitzeugenberichte aus dem Jahre 1945 an das Dresdner Stadtarchiv übergeben

Briefe, Berichte, Fotos und alte Tagebücher: Dem Aufruf der Stadt Dresden im Dezember 2014 waren zahlreiche Zeitzeugen gefolgt und sendeten an die Stadtverwaltung ihre Erinnerungen aus der Nachkriegszeit und besonders ihre schmerzlichen Erinnerungen an die Bombennacht im Februar 1945. Am Mittwoch erhielt Bürgermeister Dr. Ralf Lunau im Beisein des Leiters des Dresdner Stadtarchivs, Thomas Kübler, über 235 dieser Zeitzeugenberichte.

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Karl-Heinz Sobierajski übergab an Ralf Lunau das Poster des Zeitzeugen aus Louisiana.

Quelle: Nadine Steinmann

Diese stammen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern erreichten die Stadtverwaltung oftmals auch aus den USA oder England. Ein Zeitzeuge, der heute in Louisiana lebt, hat extra ein Poster zum Thema angefertigt, dass der Dresdner Karl-Heinz Sobierajski stellvertretend an Lunau übergab. „Es ist wichtig diese Erlebnisse den nachfolgenden Generationen zugänglich zu machen und sie für die Ewigkeit aufzubewahren“, erklärte der Kulturbürgermeister.

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Karl-Heinz Sobierajski übergab Bürgermeister Ralf Lunau ein Poster, das ein Zeitzeuge aus Louisiana gestaltet hat.

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Erfassung der Berichte dauert bis zu neun Monate  

Die zahlreichen Briefe, manche von Hand geschrieben, andere per Computer, berichten aus ganz persönlicher Sicht von Erlebnissen und  Familienschicksalen am 13. Februar 1945 und den Tagen danach. Gemeinsam mit ihren Angehörigen konnten die Zeitzeugen daraufhin Gast der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag des 13. Februar in der Dresdner Frauenkirche sein. Über 500 dieser Zeitzeugen waren bei der Veranstaltung dabei: Ehepaare, Geschwister, Eltern mit ihren Kindern, Großeltern mit ihren Enkeln.

Die Zeitzeugenberichte werden nun im Stadtarchiv ausgewertet und digitalisiert. Sie stehen anschließend für weitere Projekte zur Verfügung. „Die Erfassung wird circa sechs bis neun Monate dauern“, so der Leiter des Stadtarchivs, Thomas Kübler. Dabei wird dokumentiert, welche Inhalte beschrieben sind, welche Personen eine Rolle spielen und wie sich das Geschriebene in den bisherigen Forschungsstand einordnen lässt.

Neue Ausstellung widmet sich der Geschichte der Frauenkirche  

Aktuell wird im Stadtarchiv Dresden für Mai 2015 eine  Ausstellung zur Geschichte der Frauenkirche vorbereitet. Diese Ausstellung verbindet zeitgenössische Kunst des Malers Iven Zwanzig mit historischen Dokumenten aus dem Stadtarchiv Dresden. Zu den historischen Dokumenten zählen auch Zeitzeugeninterviews zum 13. Februar 1945, die sich die Besucher anhören können.

Das Zeitzeugenarchiv Dresden gibt es seit April 2004. Neben subjektiven Erinnerungen in Interviews werden Materialien von Zeitzeugen zusammengetragen: schriftliche Berichte, persönliche Dokumente und Fotografien, die die Auswirkungen der NS-Diktatur, des Zweiten Weltkrieges und der Zerstörung Dresdens im Luftkrieg dokumentieren. Im Jahre 2009 wurde vom Stadtarchiv Dresden ein weiteres Zeitzeugenprojekt zum Thema „Die friedliche Revolution in Dresden 1989/90" initiiert. Das jetzt vorliegende Zeitzeugenarchiv umfasst etwa 17,20 laufende Meter Archivmaterial, darunter rund 5000 Fotos sowie mehrere hundert Tonaufnahmen und digitale Medien.

Nadine Steinmann

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