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Für den guten Zweck nach Afrika: 100 Abenteurer starten zur Rallye Dresden–Banjul

Für den guten Zweck nach Afrika: 100 Abenteurer starten zur Rallye Dresden–Banjul

Rund 100 Abenteurer brechen am Sonnabend zur 17. Rallye Dresden–Banjul auf. Am Freitag versammelten sich die Mitfahrer zur offiziellen Verabschiedung am Dresdner Königsufer.

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Auf nach Afrika! Rund 100 Abenteurer starten gen Gambia.

Quelle: Tanja Tröger

Die Nacht verbringen sie auf der Brandbaude bei Hohnstein, ehe am Morgen der Startschuss zu drei Wochen Nomadenleben fällt.

Zwei Mal im Jahr organisiert der Verein Breitengrad aus Dresden-Laubegast die rund 7000 Kilometer lange Autorallye nach Westafrika. In Banjul, der Hauptstadt Gambias, werden die Reisegefährte dann für einen guten Zweck versteigert. Der Erlös kommt sozialen Projekten zugute, etwa Krankenstationen, Schulen und Armenspeisungen, erklärt Torsten Schulze vom Organisatoren-Trio. „Letztes Jahr sind einmal 70.000 und einmal 80.000 Euro zusammengekommen“, so Schulze.

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Zur offiziellen Verabschiedung versammelten sich rund 100 Fahrer am Dresdner Königsufer.

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Seit der ersten Rallye 2006 hat die Tour viele Fans gewonnen, obwohl das Abenteuer pro Nase rund 2500 Euro kostet. „Diesmal sind Teams aus ganz Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Slowenien und der Schweiz dabei – und ein Amerikaner“, sagt Schulze. Für ihn und einige Kollegen ist die Reise schon fast Routine. „Bislang ist immer alles gut gegangen. Nur einmal hatten wir einen Unfall in der Wüste.“ Der Bruchpilot sei aber im vergangenen Jahr noch einmal mitgefahren, um die Afrikareise zu Ende zu bringen – ohne Zwischenfälle.

Mailand oder Paris? „Das klären wir mit Schnick-schnack-schnuck!“

Zum ersten Mal dabei sind der 31-jährige Jens Ulbrich aus Dresden und sein Kumpel Alexander Kalbitz aus Wachau bei Radeberg. Obwohl die beiden Elektrotechniker schon im vergangenen Mai bei einem feuchtfröhlichen Abend in der Neustadt beschlossen haben, mit auf große Tour zu gehen, sind sie recht unvorbereitet. „Wir wissen eigentlich auch nicht, was wir tun“, erklären sie grinsend. Alexander ist erst vor zwei Wochen vom Work & Travel aus Kanada zurückgekommen, Jens hat sehr viel gearbeitet, sie haben kaum miteinander kommuniziert. Alexanders Visum für Mauretanien müssen sie noch im marokkanischen Rabat holen, und Ahnung vom Autoschrauben haben sie auch nicht. „Wir sind Elektrotechniker, wir haben beim Bauen zwei linke Hände!“, verkünden sie.

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Bier zum Aufregung dämpfen: Jens und Alexander sind vor ihrer ersten Afrika-Rallye recht nervös.

Quelle: Tanja Tröger

Aber die nötigen Impfungen für Afrika sind erledigt, und Alexanders dunkelroter Nissan Almera hat in den vergangenen sechs Jahren seine Ausdauer bewiesen. Nun geht der 25-jährige Besitzer mit ihm auf Abschiedstour. „Das wird schon irgendwie funktionieren. Das haben schon so viele vor uns gemacht. Nur, wenn das Telefon die Hufe hochreißt, dann sind wir verloren.“ Das Navigationsgerät im Smartphone soll ihnen den Weg bis Marokko weisen. Noch sind sich die beiden Sachsen nicht einig, ob sie über Paris oder Mailand fahren. „Das klären wir morgen früh vor der Abfahrt mit Schnick-schnack-schnuck.“ Aufgeregt sind sie auf jeden Fall, ein Bier soll die Nervosität dämpfen. Alexanders Vater nimmt die Reise seines Sohnes gelassen: „Der ist grad gesund und munter aus Kanada wiedergekommen, da wird das auch gut gehen“, meint er und verabschiedet seinen Filius mit „Halt die Ohren steif, Kleener! Macht was draus!“ Jens’ Eltern hingegen waren nicht so begeistert von der Bier-Idee ihres Jungen. „Wir können’s dir ja nicht verbieten, du bist alt genug, aber wir unterstützen’s auch nicht“, haben sie gesagt. Ihre Freunde hingegen seien neidisch oder hätten sie für verrückt erklärt, meinen die beiden Abenteurer. Dann klappen die Autotüren, Alexander spreizt die Finger zum Victory-Zeichen, und die beiden rollen über den Elberadweg in Richtung Afrika.

ttr

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