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Für den Dresdner Mohammed Aslam und alle anderen Muslime endet heute der Ramadan mit einem Fest

Für den Dresdner Mohammed Aslam und alle anderen Muslime endet heute der Ramadan mit einem Fest

Seit 11 Uhr serviert der 47-jährige Mohammed Aslam seinen Gästen Speisen und Getränke. Er selbst muss aber noch bis zum Sonnenuntergang warten, bis er wieder essen und trinken darf, denn der Besitzer des "Little India" auf der Louisenstraße in der Dresdner Neustadt ist Muslim und es ist Ramadan.

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Mohammed Aslam

Quelle: Flechtner

Ramadan ist der islamische Fastenmonat. Zwischen Anbruch der Morgendämmerung und Sonnenuntergang darf weder gegessen noch getrunken werden. Für Mohammed Aslam ist das jedoch kein Problem: "Das ist einfach eine Kopfsache. Wenn man überzeugt davon ist, dass man es schafft, dann schafft man es auch", erzählt er. Seine Gäste zu bewirten, während er selbst und seine Mitarbeiter fasten, macht ihm daher nichts aus und so läuft der Betrieb des Restaurants auch während des Ramadans wie gewohnt weiter. Das Restaurant ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 14.30 Uhr und 17 bis 23 Uhr geöffnet. "Die Pause zwischen 14.30 und 17 Uhr ist während des Ramadans besonders wichtig, weil wir uns dann ausruhen und ein bisschen schlafen können", erklärt Mohammed Aslam. Dass seine Gäste hierfür Verständnis zeigen, freut ihn sehr.

Wenn der Ramadan, wie in diesem Jahr, im Sommer ist, dann verzichtet Mohammed Aslam zwischen 16 und 18 Stunden auf Essen und Trinken. Auch an heißen Tagen macht er keine Ausnahme. "Danach weiß man, wie sich Hunger anfühlt", beschreibt er. Der Verzicht auf Essen sei dabei jedoch weniger schwierig als der auf Wasser. Auf die Frage, wie es sich anfühlt, wenn man nach langer Zeit wieder trinken darf, überlegt er kurz: "Es ist ein bisschen wie ein Regenguss nach einem heißen Sommertag. Der Körper ist ganz trocken, und wenn man dann etwas getrunken hat, fühlt man sich wieder lebendig." Für Mohammed Aslam ist das Fasten auch deswegen wichtig, weil es ihn immer wieder daran erinnert, dass nicht alle Menschen auf der Welt genug Nahrungsmittel und Wasser haben und dass es wichtig ist, mit anderen zu teilen.

Der Anfang und das Ende des Ramadans richten sich nach dem Mond. Er beginnt mit dem Neumond und dauert dann zwischen 29 und 30 Tagen. Mit der Sichtung oder der Berechnung des Neumondes für den darauf folgenden Monat Shawwal endet der Ramadan. In diesem Jahr hat er am 28. Juni begonnen und geht heute mit dem Fest des Fastenbrechens, das insgesamt drei Tage dauert, zu Ende. Diesen Tag verbringt die Familie zusammen. Am Morgen gehen alle gemeinsam zu einem Gebet in die Moschee. Danach gibt es ein großes Essen, viele Süßigkeiten und die Kinder erhalten Geschenke. Das Fest ist eines der bedeutendsten im Islam. "Es ist ein sehr glücklicher und wichtiger Tag", erklärt Aslam.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.07.2014

Sabine Schmidt-Peter

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