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Für Werkstätten für Jugendliche ist Rettung in Sicht

Für Werkstätten für Jugendliche ist Rettung in Sicht

Gute Nachrichten für die vom Aus bedrohten Jugendwerkstätten in der Stadt: Der Freistaat finanziert nach Verhandlungen mit der Stadt und den Projektträgern einen Übergangszeitraum bis August und für die Zeit danach zeichnet sich ebenfalls eine Lösung ab.

In den Einrichtungen herrscht Erleichterung.

"Die drei Dresdner Jugendwerkstätten können vorläufig weiterarbeiten", erklärte Jugendamtsleiter Claus Lippmann auf DNN-Anfrage. Der Freistaat übernimmt vom 1. April an die Finanzierung von 85 Prozent der Gesamtkosten. Die Förderung soll zunächst bis einschließlich 31. August 2015 auf diesem Weg erfolgen. Die verbleibenden 15 Prozent steuere die Landeshauptstadt als kommunalen Anteil bei.

Derzeit gibt es in Dresden in fünf Jugendwerkstätten Angebote für insgesamt 107 Jugendliche mit problematischen familiären Verhältnissen und ohne Bildungsabschluss, die kaum eine Chance auf dem Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt haben (DNN berichteten). Seit Beginn des Jahres standen für 57 Plätze keine Mittel mehr zu Verfügung, weil es bei den Geldern aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) Kürzungen gegeben hatte. Auf Beschluss des Jugendhilfeausschusses hatte die Stadt bis Ende März eine Übergangsfinanzierung von insgesamt 200 000 Euro übernommen. Um das Aus ab kommenden Monat abzuwenden, liefen die Gespräche mit dem Land, an denen auch Vertreter aus den Werkstätten beteiligt waren - mit Erfolg.

Mit der jetzigen Lösung sei die Betreuung der 57 Jugendlichen in den Jugendwerkstätten gesichert. Die Träger hätten bereits eine Zusage vom Kommunalen Sozialverband (KSV) für den Förderanteil des Freistaates erhalten, erklärte Lippmann. "Wir sind sehr erleichtert, dass sich der Freistaat einstweilig in die Finanzierung der Werkstätten eingebracht hat, wofür sich das Jugendamt intensiv eingesetzt hat."

Ab 1. September 2015 steht eine Förderung aus ESF-Mitteln in Aussicht. Alle drei Träger würden die gewonnene Zeit für die Vorbereitung der Anträge bei der Sächsischen Aufbaubank nutzen, um gegebenenfalls auch die Trägerkonzepte anzupassen. Dabei geht es unter anderem an eine Anpassung an die jeweiligen Schuljahreszeiträume.

Bedroht waren die Projekte McMampf vom Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerk Dresden e.V. (SUFW), Profil (AWO) und Umkehrschwung (gGmbH). "Wir sind froh, dass diese Lösung gefunden wurde", erklärte SUFW-Geschäftsführerin Annerose Beier gegenüber den DNN.

Mit dem Einsatz von ESF-Mitteln bietet sich eine Perspektive über die gesamte Förderperiode der Europäischen Union, die bis 2020 läuft. Die Projekte werden auch von der Arbeitsagentur und dem Jobcenter befürwortet, weil die Betroffenen ohne Ausbildung wohl auf längere Sicht mit Geldern aus den Sozialsystemen unterstützt werden müssten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.03.2015

Ingolf Pleil

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