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Friedrichstadt erhält neue Klinik - Sanierung startet im April

Friedrichstadt erhält neue Klinik - Sanierung startet im April

Patienten, die im Garten des Krankenhauses Friedrichstadt spazieren, wandeln bisweilen auf historischen Pfaden. Bereits im Jahr 1849 eröffnete das Dresdner Stadtkrankenhaus.

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Krankenhaus-Verwaltungsdirektorin Gisela Speiser und der stellvertretende Projektleiter Wolfram Tschuck inspizieren die Pläne für die Sanierung von Haus R.

Quelle: Flechtner

Von Katrin tominski

Seine ersten Patienten waren Verwundete der Revolution. Davor haben Napoleon Bonaparte und auch Richard Wagner in den Räumlichkeiten genächtigt. Allerdings stellt die historische Struktur sowohl Mediziner als auch Krankenhausverwalter vor Herausforderungen. "Um die Nachteile des Pavillonsystems zu minimieren, führen wir seit Jahren ein umfangreiches Sanierungsprogramm durch", sagt Verwaltungsdirektorin Gisela Speiser.

Weil am Haus R zuletzt immense Brandschutzprobleme auftraten, hat das sächsische Sozialministerium die Förderung der Sanierung vorfristig bewilligt. Insgesamt 10,4 Millionen Euro steckt der Freistaat in das Haus, das schon lange nicht mehr modernen Standards entspricht. "Wir gehen davon aus, dass wir mit diesem Geld auskommen", betont Speiser. Im April sollen die Bauarbeiten beginnen.

Derzeit beherbergt das 100 Meter lange Gebäude aus dem Jahr 1922 einen Teil der Kreislaufklinik mit drei Bettenstationen, eine Schlaganfall- und Überwachungseinheit sowie einen Bereich für Katheter-Untersuchungen. Die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) ist im September in das neue Haus K gezogen. Eineinhalb Etagen stehen in dem alten Gebäude deswegen bereits leer.

Etwa 100 Patienten beherbergt der Klinikbereich jetzt. Sie werden verlegt, wenn die Bauarbeiten beginnen. Wie das genau passieren soll, tüfteln die Projektleiter mit den Medizinern derzeit noch aus. Fest steht nur, dass alle Patienten zusammen in einen Bereich umziehen. "Es wird keine Einschränkungen für die Patienten geben", erklärte Sebastian Schellong, Chefarzt der 2. Medizinischen Klinik. Innerhalb eines Tages soll der ganze Umzug passé sein. "Wir haben damit schon viele Erfahrungen", so Direktorin Speiser. Erst im vergangenen Jahr verlegte sie mit ihrem Team die gesamte HNO-Klink in das neue Nachbarhaus K.

Steht das Haus leer, beginnen die umfangreichen Sanierungsarbeiten. Weil das historische Gebäude sehr kleinteilig angelegt ist, sollen Wände und Decken herausgerissen werden. In der Mitte des fünfgeschossigen Gebäudes installieren Spezialisten Brandschutztüren. An den Giebelseiten des Hauses ziehen Fachleute Anbauten für zwei Fahrstühle hoch. Zudem bekommt jedes Zimmer einen eigenen Sanitärbereich. Im Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. "Ein straffes Programm", erklärt Wolfram Tschuck, stellvertretender Projektleiter.

Das neue Haus R soll zwei Bettenstationen mit jeweils 40 Betten, eine Überwachungsstation mit Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) sowie einen Interventionsbereich und einen Funktionsbereich Kardiologie (Herzkrankheiten) und Angiologie (Gefäßkrankheiten) beherbergen. Zudem ist die Überwachungsstation so platziert, dass sie direkt neben der Intensivstation im Haus H liegt.

"So ist ein direkter Austausch zwischen den Stationen möglich", meint Speiser. "Die Patienten können schneller und besser versorgt werden." Werde es ernst, bräuchte es nur drei Schritte bis zur Intensivstation. "Das erste Mal in der Geschichte des Krankenhauses wird die Kreislaufklinik in einem Gebäude sein", freut sich Tschuck. "In dem Neubau vereinen wir alle Fachdisziplinen unter einem Dach", ergänzt Chefarzt Schellong. "Alle Patienten können künftig integriert versorgt werden". Die Kreislaufklinik ist die größte Klinik am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt. Etwa 6 000 Patienten werden dort jährlich behandelt. Das sind gut ein Sechstel der 34 000 Menschen, die insgesamt im Jahr im Krankenhaus Friedrichstadt versorgt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.01.2012

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