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Freistaat investiert an der TU Dresden fast 90 Millionen Euro

Bauprojekte Freistaat investiert an der TU Dresden fast 90 Millionen Euro

Der Freistaat investiert auch in den kommenden beiden Jahren massiv in die Infrastruktur an der TU Dresden. Insgesamt sind für verschiedene Bauprojekte in den Jahren 2017 und 2018 fast 90 Millionen Euro geplant.

Der Fritz-Förster-Bau wird bis Herbst 2019 komplett saniert. Dort sollen die Universitätsverwaltung und die technische Leitzentrale ihren Sitz haben.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Der Freistaat investiert auch in den nächsten Jahren massiv in die Infrastruktur an der TU Dresden. Insgesamt sind für verschiedene Bauprojekte in den Jahren 2017 und 2018 fast 90 Millionen Euro geplant. Werden die 17,5 Millionen Euro für die Neue Mensa des Studentenwerks noch hinzugerechnet, belaufen sich die geplanten Ausgaben auf mehr als 105 Millionen Euro. Das teilte das Finanzministerium auf DNN-Anfrage mit.

„Man muss nur den Deutschen Zukunftspreis gewinnen und schon bekommt man ein neues Haus“, hatte der Rektor der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen, bei der Eröffnung des Hermann-Krone-Baus gescherzt. Das bezog sich auf Prof. Karl Leo, der 2011 den bedeutendsten Forscherpreise der Bundesrepublik für seine Arbeit an der „organischen Elektronik“ erhalten hatte und offiziell seit Ende Januar als Leiter des Instituts für angewandte Photophysik über ein neues Institutsgebäude an der Nöthnitzer Straße in Dresden verfügen kann. Fast 30 Millionen hat der Bau gekostet. Doch der Freistaat ist „großzügig“ und investiert auch in viele andere Institute, wie die Auskünfte des Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement zu den Großprojekten in diesem und im nächsten Jahr zeigen.

ZIK B Cube: Für den gemeinsamen Neubau des Zentrums für Innovationskompetenz B CUBE und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz-Gesellschaft (DZNE) wurde im April 2016 der Grundstein gelegt. Für den Zuwachs an Forschungsgruppen und Technologieplattformen ist der Neubau in der Johannstadt notwendig, in dem neben modernen Labor- und Büroräumen auch schwingungs- und temperaturstabile Mikroskopiebereiche geplant sind. Im Mai 2018 soll es bezugsfertig sein, 41 Millionen insgesamt kosten. Ausgaben 2017/18: 12,5 Millionen Euro.

Barkhausen-Bau der TU

Barkhausen-Bau der TU. Er wird für das Zentrum, das sich mit der Elektronik der Zukunft beschäftigt, umfassend saniert und erweitert. Zum Jahreswechsel 2017/18 soll alles fertig sein.

Quelle: Dietrich Flechtner

CfAED: Für das Zentrum für die Elektronik der Zukunft wird der Barkhausen-Bau (Georg-Schumann-Straße) saniert und erweitert. Der erste Spatenstich erfolgte im August 2015. Zum Jahreswechsel 2017/18 soll für das Zentrum alles fertig sein. „Das Projekt liegt im Zeitplan“, teilte der SIB mit. Etwa 36 Millionen Euro soll es kosten. Ausgaben in diesem Jahr für das CfAED: 22 Millionen Euro.

Institut für Automobiltechnik: Für das Institut werden unter anderem hochmoderne Prüfstände für die Fahrzeugforschung auf der August-Bebel-Straße gebaut. Teilweise sind sie in den letzten Jahren schon in Betrieb gegangen. Der SIB spricht noch von zwei anstehenden Baumaßnahmen: Fertigstellung der Hallen auf der Bebel-Straße und Neubau des Institutsgebäudes mit experimentellen Arbeitsplätzen. Baukosten etwa 23 Millionen Euro, Bauzeit ab 2018 bis 2020. In einer Neubauhalle an der Teplitzer Straße soll demnächst ein „hochdynamischer Fahrsimulator“ entstehen. Derzeit laufen Vorbereitungen wie die Entwurfsplanung, die Kostenermittlung und Abstimmungen mit der Landeshauptstadt zu städtebaulichen Fragen. Für die Bauübergabe nennt der Staatsbetrieb die „2020er Jahre“. Kennzeichen vieler Prüfstände sind extrem aufwendige Schwingfundamente. Ausgaben 2017/18: 3,1 Millionen Euro.

Neubau Fakultät Maschinenwesen: Baubeginn soll in 2018 sein. Es sei von mindestens zwei Jahren Bauzeit auszugehen. Derzeit liefen vorbereitende Planungen. Nach deren Genehmigung könnten die Gesamtkosten benannt werden. Geplant ist ein Anbau am Merkel-Bau, im Bereich neben dem Kühlwasserteich. Ausgaben 2017/18: 5,5 Millionen Euro.

Fritz-Förster-Bau: Der Komplex aus der Anfangszeit der 1920er Jahre wird für 45,2 Millionen Euro komplett saniert und für die Nutzung als Universitätsverwaltung und technische Leitzentrale umgebaut. Die Fertigstellung plant der Freistaat für den Herbst 2019. Ausgaben 2017/18: 17 Millionen Euro.

Barkhausen-Bau und Beyer-Bau: Zum Gesamtkomplex Barkhausenbau zählen verschiedene Maßnahmen, die derzeit insgesamt auf 69 Millionen Euro beziffert werden. Neben den Bauarbeiten für das Elektronik-Zentrum CfAED mit den genannten 36 Millionen Euro gehört dazu die Sanierung der gesamten technischen Ver- und Entsorgung (rund 18 Millionen Euro teuer), der Flügel C (rund neuen Millionen Euro) und die Sanierung des markanten Schönfeld-Hörsaals (sechs Millionen Euro). Hörsaal und Flügel (an der Georg-Schumann-Straße) sollen 2018 fertiggestellt werden. Für den Beyer-Bau stehen im Haushalt des Freistaats noch keine konkreten Summen, da zum Zeitpunkt der Etataufstellung noch keine anerkannte Bauunterlage vorgelegen habe. Kosten 2017/18: 8,9 Millionen Euro.

Auf der Freifläche zwischen Hochschulstraße und Einsteinstraße – nahe des Fritz-Förster-Platzes – soll das Carbonbetonhaus entstehen

Auf der Freifläche zwischen Hochschulstraße und Einsteinstraße – nahe des Fritz-Förster-Platzes – soll das Carbonbetonhaus entstehen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Carbon-Beton-Haus: Mit Blick auf das neue Gebäude für das Institut von Professor Leo, hatte TU-Rektor Müller-Steinhagen mit einem Augenzwinkern erwähnt, dass auch Prof. Curbach schon nachgefragt habe. Auch Curbach ist dekoriert mit dem Deutschen Zukunftspreis. 2016 überreichte Bundespräsident Joachim Gauck den Preis für den maßgeblich von einem Team um Curbach entwickelten Carbonbeton, der in der Zukunft den Stahlbeton in Bauwerken ablösen soll. Müller-Steinhagens Bemerkung hatte natürlich seinen Hintersinn. Curbach, um dessen Kunststoffbeton sich ein Konsortium mit mehr als 140 Partnern aus Wissenschaft und Industrie gebildet hat, plant den Bau eines C-Cube, dem ersten Carbonbeton-Haus der Welt. Für das zweigeschossige Leichtbauhaus kalkulieren die Initiatoren mit etwa fünf Millionen Euro. Ausnahmsweise plant der Freistaat dafür keine Ausgaben. „Der Freistaat ist finanziell daran nicht beteiligt, die Finanzierung soll mit Mitteln des Bundes und der Hochschule in Verantwortung der Hochschule erfolgen“, erklärte Alwin-Rainer Zipfl aus dem Finanzministerium auf DNN-Anfrage. Seitens des Freistaates sei jedoch für dieses Projekt ein Grundstück bereit gestellt worden – das befindet sich gegenüber dem Fritz-Förster-Platz zwischen Hochschulstraße und Einsteinstraße, fügte Zipfl hinzu.

Von Ingolf Pleil

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