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Freie Jugendhelfer in Dresden bekommen künftig mehr Geld

Freie Jugendhelfer in Dresden bekommen künftig mehr Geld

Die freien Jugendhilfe-Vereine erhalten in Zukunft drei Millionen Euro mehr pro Jahr von der Stadt. Zudem bekommt das Jugendamt mehr Personal. Dagegen wird der Kita-Eigenbetrieb rund sechs Millionen Euro, die er für die mittelfristige Fortsetzung des Kita-Bauprogramms erbeten hatte, nicht erhalten.

Dieses Geld wollte Eigenbetriebs-Chefin Sabine Bibas einsetzen, um die nächsten Kita-Bauten und -Sanierungen schon mal planen zu können. Entsprechende Haushalts-Empfehlungen hat jetzt der Jugendhilfeausschuss gegen die Kritik insbesondere der CDU-Vertreter beschlossen. Da Rot-Rot-Grün nun auch im Stadtrat die Mehrheit hat, wird wohl auch das Plenum dieser Empfehlung folgen.

Demnach erhalten die freien Jugendhelfer fortan rund 16 Millionen statt bisher etwa 13 Millionen Euro (inklusive Landeszuschuss) pro Jahr. Eine solcherart verbesserte finanzielle Ausstattung hatten die Vereins-Vertreter und das linke Lager bereits seit langem im Ausschuss gefordert, dafür bis zur jüngsten Kommunalwahl aber nicht die erforderliche Mehrheit im Stadtrat gehabt. Scharfe Kritik kam vor allem von Patrick Schreiber (CDU), der dies als "substanzlose Forderungen" geißelte. Einerseits sei die Ausschuss-Mehrheit damit noch einmal über die eigenen Forderungen vom Mai hinausgegangen. Andererseits sei vollkommen unklar, wie diese Aufstockung bezahlt werden soll - angesichts der jüngsten Haushaltslöcher, die Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) nun verkündet habe, ein umso größeres Problem.

Mehr Einigkeit herrschte im Ausschuss dagegen darüber, das Jugendamt besser zu finanzieren. Das nämlich kämpft schon seit über einem Jahr mit ernsten Personallücken auf der einen Seite und einem wachsenden Betreuungsbedarf beispielsweise in Problemvierteln und für Flüchtlingskinder auf der anderen Seite. Daher sprach sich der Ausschuss in seiner Haushaltsberatung unter anderem dafür aus, der Behörde eine halbe Personalstelle im Kinder- und Jugendnotdienst, zwei zusätzliche Stellen für sogenannte "Amtsvormundschaften" und mehr Weiterbildungs-Gelder zur Verfügung zu stellen.

Mit Blick auf die ständig wachsenden Kosten für Erziehungshilfen, die sich binnen weniger Jahre auf rund 70 Millionen Euro jährlich verdoppelt haben, will das Jugendamt zudem nun neue Beratungs- und Betreuungsangebote für werdende Eltern in der Neustadt, in Pieschen, Blasewitz, Leuben und Prohlis aufbauen. Eigentlich sollten diese Angebote bereits am Montag starten. Der Ausschuss sah indes noch Beratungsbedarf und verschob die Entscheidung darüber auf eine Sondersitzung am 18. Dezember.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.12.2014

Heiko Weckbrodt

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