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„Freeparty is not a crime“ – 500 Dresdner demonstrieren für freie Partys

„Freeparty is not a crime“ – 500 Dresdner demonstrieren für freie Partys

Rund 500 junge Dresdner und Gleichaltrige aus dem Umland haben am Samstagabend für freie Partys demonstriert. Unter dem Motto „Wir feiern, wie wir wollen! Und das braucht seinen Platz“ forderten die Teilnehmer Stadt, Freistaat und Polizei auf, fair mit ihrer Subkultur umzugehen.

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Rund 500 junge Leute haben für Feiern ohne Reglementierung und ökonomische Zwänge demonstriert.

Quelle: Tanja Tröger

Der Umzug trug den in der Szene bekannten Titel „Check your local network“.

Das Problem: Die sogenannten Free Partys oder Freeteks finden üblicherweise unter freiem Himmel, bei freiem Eintritt und auch frei von jeder Anmeldung statt. Mit Freunden irgendwohin fahren, Musikanlage aufbauen, los geht’s. Das ruft oft binnen kurzer Zeit genervte Anwohner und schließlich die Polizei auf den Plan. Die Beamten lösen die illegalen Partys auf, den Veranstaltern und Gästen drohen Bußgelder. Deshalb finden viele solcher Events nur noch im Geheimen statt und werden über Mundpropaganda beworben.

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Rund 500 junge Leute haben für Feiern ohne Reglementierung und ökonomische Zwänge demonstriert:

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Für Organisatoren und Gäste sind Freeteks jedoch mehr als nur kostenlose Tanzveranstaltungen. „Es geht darum, selbstbestimmt zu feiern, wo und wann man will. Sich nicht den ökonomischen Zwängen in einem Club zu unterwerfen, wodurch viele Initiativen schon im Keim erstickt werden. Wir wollen einen Raum schaffen, wo wir uns wohlfühlen, entspannt feiern und die Musikauswahl hören können, auf die wir Lust haben“, so die Veranstalter der Tanzdemo.   Die Demoteilnehmer forderten daher von Politik und Verwaltung auch, kostenlose Veranstaltungslokalitäten sowie ausreichend Geld für Jugendarbeit und Soziokultur bereitzustellen.

Zu elektronischer Musik von neun Lautsprecherwagen zogen die nur sehr verhalten tanzenden Demonstranten ab 18 Uhr vom Alaunplatz über Königsbrücker Straße und Albertplatz zum Carolaplatz und zum Goldenen Reiter. Dort wendete der Tross und rollte planmäßig über die Carolabrücke zum Polizeirevier an der Schießgasse, um sozusagen vor Ort seine Forderungen loszuwerden. Die Demo endete schließlich am Großen Garten. Es kam zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen, ansonsten verlief die Veranstaltung nach Aussage eines Polizeibeamten ohne Zwischenfälle.

Anlass des Umzugs war der am Sonnabend stattfindende internationale Tag der selbstgemachten Musik.

ttr

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