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Frauentag: 1,9 Millionen Sächsinnen feiern - Politiker und Verbände für gesetzliche Quote

Frauentag: 1,9 Millionen Sächsinnen feiern - Politiker und Verbände für gesetzliche Quote

März können sich knapp 1,9 Millionen sächsische Frauen feiern lassen. Mit einem Anteil von 51 Prozent machen sie die Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung aus, teilte das Statistische Landesamt in Kamenz am Mittwoch mit.

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Oksana Rucker mit ihrem zweijährigen Sohn Leonard, der spielt, während Mama Handbücher für amerikanische Computerprogramme entwirft.

Quelle: Carola Fritzsche

Zu ihrem Ehrentag am 8. Die Hälfte aller Frauen im Freistaat sei verheiratet, im Schnitt sagten sie im Alter von 30 Jahren zum ersten Mal „Ja". Statistisch gesehen bringt eine Frau 1,5 Kinder zur Welt. Die meisten Sächsinnen gehen zudem einem Beruf nach: 69 Prozent der 15- bis 65-Jährigen arbeiten 31 Stunden pro Woche - 6 Stunden weniger als Männer.

Am Donnerstag wollen Politiker, Vereine und Gewerkschaften in Sachsen auf Benachteiligung von Frauen aufmerksam machen. „Auch im Jahr 2012 kommen Frauen, obwohl rechtlich gleichgestellt, nicht überall hin", sagte Claudia Maicher vom Landesverband der Grünen. Nur wenigen gelinge der Sprung auf die oberste Stufe der Karriereleiter, viele arbeiteten unfreiwillig in Teilzeit, weil sich Familie und Beruf oft nicht vereinbaren ließen. Die Grünen forderten deshalb flexible Betreuungszeiten und die Einführung einer Frauenquote.

Auch Politiker von SPD und Linken sprachen sich für die Einführung einer verbindlichen Quotenregelung aus. Freiwillige Selbstverpflichtung habe nicht zum Ziel geführt. „Wir begrüßen die Initiative einer europaweiten, verbindlichen Quotenregelung für Vorstände und Aufsichtsräte großer Unternehmen", erklärte die stellvertretende Vorsitzende des sächsischen Landesfrauenrates, Ingrid Petzold. Der Dachverband kritisierte zudem die schlechtere Bezahlung von Frauen, die sich schmerzhaft in den Geldbörsen bemerkbar mache. Gerade typische „Frauenberufe" in der Pflege oder Kinderbetreuung seien häufig schlecht gestellt.

In Leipzig treffen sich am Donnerstag die „Schlecker-Frauen" in der Innenstadt, um mit Passanten und Kunden zu sprechen und zur Solidarität mit den Beschäftigten aufzurufen. Die Angestellten - meistens Frauen - würden Opfer katastrophaler Unternehmensführung. „Da darf die Politik nicht tatenlos zusehen", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi.

Nach Angaben der Handwerkskammer Leipzig wird jeder vierte Handwerksbetrieb im Bezirk mittlerweile von einer Frau geführt. „Frauen haben sich in der Welt des Handwerks längst durchgesetzt", sagte Sprecherin Andrea Wolter. Mehr als 400 junge Frauen haben im vergangenen Jahr in Leipzig ihre Ausbildung begonnen - meist in frauentypischen Berufen wie Friseurin oder Zahntechnikerin. Aber auch Männerdomänen wie der Maler- oder Lackierer-Beruf würden zunehmend von Frauen erobert, hieß es.

dpa

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