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Frauenkirchenputz mit Ozzy Osbourne – Gotteshaus bleibt für Wartungsarbeiten geschlossen

Frauenkirchenputz mit Ozzy Osbourne – Gotteshaus bleibt für Wartungsarbeiten geschlossen

Quietschen, dröhnen und hämmern sind ungewöhnlich laute Töne in einem sakralen Bau. Trotzdem ist die Frauenkirche eine eher ruhige Baustelle, weshalb Tischlerlehrling Laura Hänel sogar Musik bei ihrer Arbeit hören kann.

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Die Frauenkirche bleibt für Reinigungs- und Sanierungsarbeiten eine Woche geschlossen.

Quelle: dpa

Während sich der Godfather des Metal, Ozzy Osbourne, durch ihre Ohrstöpsel in die Gehörgänge röhrt, bearbeitet die 21-Jährige mit einem Schleifschwamm die zerkratzten Holzflächen der Kirchenbänke.

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Großputz in der Dresdner Frauenkirche

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Ein paar Reihen weiter ackert Klaus Frank von demselben Betrieb, der Tischlerei Sebastian Schulz aus Chemnitz, mit Klöpfel und Stemmeisen. Besonders an den Gängen ist das Mobiliar der Frauenkirche durch das tägliche Begängnis von Touristen, Gottesdienst- und Konzertbesuchern nach einem Jahr abgegriffen. Der 35-jährige Geselle befestigt gerade eine lose gewordene Zierkante. Im Anschluss werden die ausgebesserten Teile mit Öl poliert.

Insgesamt 35 Handwerker arbeiten in dieser Woche in dem Gotteshaus und verrichten die alljährlich anfallenden größeren Wartungen. Zum mittlerweile siebten Mal seit dem Wiederaufbau ist die Frauenkirche eine Woche lang zu, damit Arbeiter das Bauwerk von Grund auf bis in den Laternenraum gründlich reinigen und wieder in Schuss bringen können. Der leitende Architekt der Kirchbauverwaltung Thomas Gottschlich setzt dabei auf stets dieselben Firmen und deren gewachsener Erfahrung in dem Gebäude. „Diese langjährige Zusammenarbeit ist uns wichtig. Von der Fachkompetenz, Erfahrung und Verbundenheit der verschiedenen Firmen kann die Frauenkirche nur profitieren", betont Gottschlich.

Die ganzjährige Instandhaltung und Pflege der Frauenkirche kostet rund eine Million Euro. Im Vergleich dazu ist der 25.000 Euro teure Frühjahrsputz ein Schnäppchen. Er umfasst drei Kernpunkte, wie Gottschlich aufzählt: die Auffrischung Anstriche an den Wänden – vornehmlich in den Eingangsbereichen, die Aufarbeitung des Kirchengestühls und die Grundreinigung. Bei letzter wird jedes Stuckteil mit Ziegenhaarpinseln entstaubt. Auch der Kirchner Lutz Pesler, der eigentlich für die Vorbereitung der Andachten und Gottesdienste verantwortlich ist, packt mit an. Nach der Entsorgung der Weihnachtsbäume entfernt er mit einem dröhnenden Staubsauger die Tannennadeln aus den Ritzen und Ecken des Kirchraums. In dieser Woche wird er außerdem die ganzen Kerzenleuchter von Wachsresten befreien und sie auf Hochglanz polieren.

In diesem Jahr halten sich die Handwerker besonders ran. Es wird die kürzeste Schließzeit für die Frauenkirche. Der Aufstieg zur Kuppel ist bereits am Freitag ab 10 Uhr wieder möglich. Der Kirchraum kann ab Sonnabend wieder bestaunt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.01.2014.

M. Arndt

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