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Frankfurter bauen Frieseneck am Dresdner Neumarkt

Frankfurter bauen Frieseneck am Dresdner Neumarkt

Es sind mal nicht die "üblichen Verdächtigen" von USD oder Baywobau, die am Neumarkt bauen: Die MMZ Real Estate GmbH aus Frankfurt/Main will auf dem Quartier IV/3 (Landhausstraße 8 bis 10 und Friesengasse 5 bis 7) direkt am British Hotel ein Wohn- und Geschäftshaus errichten.

Genau genommen sind es fünf Baukörper, die auf dem 810 Quadratmeter großen Grundstück entstehen sollen, wie MMZ-Geschäftsführer Sven Heyden erläuterte. Am Freitag reichte er gemeinsam mit seinem Kollegen Claus Marzluf den Bauantrag bei der Stadt ein.

Leitfassade soll dabei das Gebäude Landhausstraße 8 werden. Diese wird originalgetreu nach Vorbildern von 1780 wiedererrichtet. "Wir haben auch kein Problem mit den kleinen Fenstern", erläutert der Architekt Marzluf und zeigt Entwürfe für die Gebäuderückfront: Großzügige Terrassen und Fensterfronten sind geplant. "Auf der Rückseite öffnen wir das Gebäude", so Marzluf. Die anderen vier Baukörper interpretieren die barocke Stadtstruktur und die historischen Vorbilder mit den heutigen Möglichkeiten.

"Die Zusammenarbeit mit den Stadtplanern und der Gestaltungskommission war immer konstruktiv", sagt Heyden. "Wir haben zugehört und versucht, uns an den Wünschen zu orientieren." MMZ stehe für hochwertiges Bauen. "Wir machen nichts, in das wir nicht selber einziehen würden."

MMZ sei kein klassischer Bauträger. Aber es sei für jeden Architekten eine reizvolle Aufgabe, am Dresdner Neumarkt zu bauen, so Marzluf. "Diese Stadt ist einfach großartig. Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Geburtenrate hoch, es gibt eine Exzellenzuniversität und alle wesentlichen Forschungsinstitute sind vertreten", erklärt Heyden, warum MMZ das wirtschaftliche Risiko eingeht, rund zwölf Millionen Euro Eigen- und Fremdkapital zu investieren. "Wir sehen ein anderes Potenzial als in Frankfurt, Hamburg oder München. In Dresden lässt sich noch ein vernünftiges Verhältnis zwischen Kaufpreis und Miete herstellen."

18 Eigentumswohnungen sollen im "Frieseneck" entstehen, darunter eine 220 Quadratmeter große. "Wir bauen ja nicht für Pendler, sondern für Menschen, die hier lange Zeit wohnen wollen", sagt Heyden. Im Untergeschoss entstehen 22 Stellplätze, im Erdgeschoss sind drei Gewerbeeinheiten geplant. "Da haben wir alle Optionen bis hin zur Gastronomie", so Marzluf, dem aber etwas mit Handwerk und Handarbeit am Liebsten wäre.

Die architektonischen Untersuchungen auf dem Gelände sind abgeschlossen, im Winter wird der Bau vorbereitet. Mit zwölf bis 15 Monaten Bauzeit rechnet Heyden, so dass das "Frieseneck" 2015 eingeweiht werden könnte. Bis dahin werden oft MMZ-Mitarbeiter nach Dresden reisen. "Und es gibt bei uns immer ein bisschen Streit darum, wer hier her in diese schöne Stadt fahren darf", schmunzelt Heyden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.11.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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