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Fotolabor Görner sucht neuen Chef – via Facebook

Dresden-Neustadt Fotolabor Görner sucht neuen Chef – via Facebook

Versteckt in einem kleinen Hinterhof auf der Königsbrücker Straße liegt das Neustädter Fotolabor Görner, eines der letzten in Deutschland. Vier Menschen arbeiten dort, einer von ihnen möchte bald gehen, der Chef persönlich nämlich, Thomas Görner. Bei der Suche nach einem Nachfolger geht das Team auch ungewöhnliche Wege.

Noch-Chef Thomas Görner mit seinen Mitarbeitern Georg Müller und Sybille Veldung.

Quelle: Caroline Zeidler

Dresden. Versteckt in einem kleinen Hinterhof auf der Königsbrücker Straße liegt das Neustädter Fotolabor Görner, eines der letzten in Deutschland. Vier Menschen arbeiten dort, einer von ihnen möchte bald gehen, der Chef persönlich nämlich, Thomas Görner. Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren.

„Man weiß ja, dass es generell nicht so schnell geht, jemand Neues zu finden. Die Person muss in das laufende Geschäft eingearbeitet werden und sich allgemein erst einmal einleben. Das Ganze soll ein fließender Übergang werden, wir sind jetzt aber auch schon länger auf der Suche. Ich bin aber jetzt einfach bereit für die Rente“, so der Fotograf. Damit die Suche etwas schneller geht, haben sich die Mitarbeiter etwas Besonderes überlegt. Sie starteten einen Aufruf über Facebook und suchen dort ihren neuen Chef. „Passt aber gut zu uns, ist eben ein bisschen was anderes“, so Georg Müller, ausgebildeter Medienlaborant. „Der Laden ist typisch Neustadt, offen, herzlich, spaßig und alles nicht so ernst.“

Für den Übergang hat Görner mit Georg Knobloch einen Unternehmensberater engagiert. „Wichtig bei solchen Übergabeprozessen ist, formale Dinge zu klären. Man muss eben eine Balance zwischen klassischer betriebswirtschaftlicher Thematik und dem Herzblut, das in so einem Unternehmen steckt, finden.“ Das Herzblut und die Leidenschaft scheint auch Sybille Veldung, eine der Mitarbeiterinnen seit der ersten Stunde, besonders wichtig zu sein. „Liebe zur Fotografie ist wichtig. Es soll eine Art Berufung sein. Menschen sollen doch Spaß an der Fotografie haben, das ist uns am wichtigsten.“

Dass analoge Bilder etwas sind, dass vor lauter digitalen, kurzlebigen Fotos nicht verloren gehen darf, da sind sich Görner und seine Mitarbeiter einig. „Negative kann man immer und immer wieder entwickeln, sie sind haltbar und handfest“, so Görner. Dateien können dagegen schnell verloren gehen. „Deine Bild-Idee kommt so an die Wand, wie du es dir vorstellst“, das garantiert das Labor Görner, das schätzen die Kunden und das muss der neue Chef auch leben. „Eine Affinität zu Bildern ist wichtig“, so Sybille Veldung, „aber wir brauchen nicht unbedingt einen Profi, man wächst da ja rein, durch Gespräche und Praxiserfahrung“.

Görner deckt mit der analogen Fotografie eine Niesche ab, hat Kunden in ganz Deutschland. Und auch die jungen Kunden werden immer mehr. So ist Görner der Meinung, dass „die jungen Leute nach und nach zu alten Technologien zurück finden“. Vielleicht ist es auch deswegen eine gute Idee gewesen, auf lockere Art und Weise über Facebook einen Nachfolger zu suchen. „Neuer Wind schadet nie“, da sind sich die Mitarbeiter einig.

Von Caroline Zeidler

Dresden, Königsbrücker Straße 70 51.0708775 13.7505369
Dresden, Königsbrücker Straße 70
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