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Fotografieren erwünscht! Ausstellung „Tricture – Naturgeschichte in 3D“ eröffnet im Japanischen Palais

Kleine Zeitreise durch die Erdgeschichte Fotografieren erwünscht! Ausstellung „Tricture – Naturgeschichte in 3D“ eröffnet im Japanischen Palais

Das Japanische Palais zeigt ab 25. November die Ausstellung „Tricture – Naturgeschichte in 3D“. Fotografieren ist ausdrücklich erwünscht.

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Manche angeln sich einen Mann, andere einen ausgewachsenen Meeressaurier.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Der Waschbär steht auf einer EU-Liste der „invasiven, gebietsfremden Arten“, was seine weitere Verbreitung stoppen soll. Er ist nicht willkommen, aber das ist ihm egal. Als Kulturfolger tummelt er sich gern in menschlichlicher Umgebung, ist aber aus so frei, Blumenbeete zu verwüsten, Mülltonnen auszuräumen und Haustieren nachzustellen. Optisch ist so ein Waschbär natürlich ganz süß – und werden wohl viele Gebrauch machen von dem Angebot, sich mit Waschbären fotografieren zu lassen.

Wer will, kann sich aber auch mit einem Mosasaurier oder einem Wollhaarmammut ablichten lassen – und zwar im Rahmen der Fotoausstellung „Tricture – Naturgeschichte in 3D“, die ab 25. November in den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden im Japanischen Palais zu sehen ist. Die Schau soll zum einen ein Riesenspaß für die ganze Familie sein, zum anderen auch eine spannende und informative Reise durch die Naturgeschichte der Region, von der Urzeit bis heute. 15 bis zu 15 Quadratmeter großen Gemälde stellen Situationen aus verschiedenen Erdzeitaltern dar, zeigen zudem eine beeindruckende dreidimensionale Illusion im Zusammenspiel mit dem Besucher. Die Gemälde wurden von Malern in Shenzhen vor den Toren Hongkongs geschaffen, „allesamt große Künstler“, wie Karsten Stingl erklärte, der Geschäftsführer der eli – eine lose idee GmbH.

Mit Witz und Fantasie dürfen Dinosaurier gefüttert oder kann mit einem Höhlenbären gekämpft werden. Einige der Bilder sind auch begehbar, so dass der Abgelichtete sich in der Szene zu befinden scheint. So kann man sich vor das Lagerfeuer einer Neandertaler-Sippe hinkauern, in einer Felswand kraxeln oder sich auf einem Baumstamm durchs Urmittelmeer Tethys treiben lassen, in dem sich einst, also vor über 235 Millionen Jahren, Meeresreptilien wie die bis zu sechs Meter langen Nothosaurier tummelten.

Bei dieser Ausstellung sind Fotoapparat, Smartphone oder auch „Vollpfostenantenne“ (angeblich Jugendslang-Ausdruck für Selfie-Stick) ein Muss. Denn erst auf dem Foto zeigt sich, sofern der Ausschnitt stimmt und die Umgebung nicht mit aufs Bild geholt wurde, wie perfekt die Illusion ist. Das größte Vergnügen erlebt man definitiv zu zweit oder in der Gruppe, das Schönste sei eigentlich, „dass alle Besucher mit guter Laune wieder rausgehen“, versichert Stingl.

Die Bilder sind ergänzt um einige Exponate, die den wissenschaftlichen Anspruch untermauern. So ist der Stoßzahn eines Wollhaarmammuts ausgestellt, der einst in Dresden-Prohlis gefunden wurde. Auch die Texttafeln sollen das Interesse an der Naturgeschichte wecken, ohne dass es auf oberfläches Infotainment hinausläuft. So erfährt man unter der Überschrift „Mit Stachelschwanz auf Feindabwehr“ allerlei zum Stegosaurier Dacentrurus armatus, der vor 163-152 Millionen Jahren lebte und über lange, spitze Schwanzstacheln verfügte, die vortreffliche Verteidigungswaffen waren. Die Schädel der bis zu acht Meter langen Stegosaurier sind extrem klein. Das Gehirn eines ausgewachsenen Exemplars war nur um ein Weniges größer als eine Walnuss.

25. November 2016 bis 30. April 2017, Di. bis So. 10 bis 18 Uhr, Eintritt: 4 Euro (ermäßigt 2 Euro, Familienkarte 10 Euro); Weitere Infos unter: www.senckenberg.de/dresden

Von Christian Ruf

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