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Forum in Dresden widmet sich computergesteuerten Fahrzeugen - Mobil bleiben trotz Epilepsie

Forum in Dresden widmet sich computergesteuerten Fahrzeugen - Mobil bleiben trotz Epilepsie

Vier Menschen starben, als Caesar S. im März 2011 mit seinem Auto an einer Kreuzung in Hamburg-Eppendorf auf den Gehweg raste. Durch einen epileptischen Anfall hatte er die Kontrolle über das Fahrzeug verloren.

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Autonomos heißt ein Projekt, das in Berlin schon getestet wird.

Quelle: Sächsisches Epilepsiezentrum Radeberg

Wegen fahrlässiger Tötung wurde er zu drei Jahren und sechs Monate Gefängnis verurteilt. Gegen die Anweisung seiner Ärzte hatte der Todesfahrer nicht auf das Autofahren verzichtet. Denn grundsätzlich gilt: Wer epileptische Anfälle hat, ist in der Regel nicht in der Lage, ein Kraftfahrzeug zu führen.

Trotzdem sollen Epilepsiepatienten möglichst genauso mobil sein wie gesunde Menschen. "Mobil mit Epilepsie" ist deshalb das 11. Epilepsieforum überschrieben, das am 5. Oktober im Haus neben der Kreuzkirche, An der Kreuzkirche 6, stattfindet und vom Sächsischen Epilepsiezentrum Radeberg veranstaltet wird. Mit Referaten und technischen Angeboten will das Forum allen am Thema Interessierten zeigen, wie es heute möglich ist, trotz Epilepsie mobil zu bleiben. Zugleich ist auch ein Blick in die Zukunft angekündigt.

13 Uhr berichten Bennet Fischer und Omar Mendoza, zwei Wissenschaftler von der Freien Universität Berlin, über die bisherigen Forschungsergebnisse bei der Entwicklung eines Autos, mit dem auch Epileptiker oder Menschen mit anderen gesundheitlichen Problemen sicher fahren könnten. Zwar wird dieses Auto der Zukunft mit einer Sondergenehmigung schon heute im Berliner Straßenverkehr getestet, trotzdem stecken die Entwicklungsarbeiten beim autonomen Autofahren noch in den Kinderschuhen, dämpft Tinosch Ganjineh, Leiter des AutoNOMUS-Projektes, zu große Erwartungen. Vor 2020 sei damit keinesfalls zu rechnen. Denn nicht nur technische, sondern auch juristische und versicherungsrechtliche Fragen sind zu beantworten, bevor ein computergesteuertes Autos in Deutschland auf öffentlichen Straßen rollen darf.

Aber um mobil zu sein bedarf es nicht unbedingt eines Autos, betont Dr. med. Thomas Meyer, Chefarzt des Epilepsiezentrums Radeberg. "Bus, Bahn sowie E-Bike und Fahrrad sind sehr gute Alternativen." Meyer wird um 10 Uhr den Eröffnungsvortrag halten. Er hofft, dass das Forum auf eine breite Resonanz stößt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Selbst für eine Kinderbetreuung ist am 5. Oktober im Haus neben der Kreuzkirche gesorgt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2013

Bernd Lichtenberger

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