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Fortress gibt Beteiligung ander Gagfah auf

Fortress gibt Beteiligung ander Gagfah auf

Fortress machte gestern seinen Ausstieg bei der Gagfah offiziell. Der US-Finanzinvestor verkauft insgesamt knapp 60 Millionen Aktien und gibt auf diesem Weg seine rund 27-prozentige Restbeteiligung bei Dresdens größtem Vermieter auf.

"Damit wird ein riesiges Aktienpaket zum Spielball an der Börse", kritisiert der Fraktionsvorsitzende der Linken im Stadtrat, André Schollbach. "Es besteht die Gefahr, dass nun andere Heuschrecken ihre Chance wittern, mit den Wohnungen in Dresden und in anderen Städten ein Geschäft zu machen." Fortress selbst habe erfolgreich seinen goldenen Schnitt mit ehemals öffentlichen Wohnungsbeständen gemacht. "Nachdem diese Kuh kräftig gemolken wurde, steigt der Finanzinvestor nun aus", so Schollbach.

Der Kommunikationsleiter der Gagfah, Dirk Schmitt, bewertet die Nachrichten aus New York City anders. Fortress besitze keine Gagfah-Aktien mehr, damit sei es gelungen, die Aktionärsstruktur des Unternehmens in kurzer Zeit komplett zu verändern. "Die Gagfah ist jetzt im Besitz zahlreicher langfristig orientierter Investoren und wird ihre wohnungswirtschaftliche Strategie weiter fortsetzen, natürlich auch insbesondere in Dresden", betonte Schmitt. Im Klartext meint dies: Die Gagfah steht fortan auf eigenen Beinen und kann langfristig planen, ohne einen großen Minderheitsaktionär im Nacken.

Zudem bekommen nun nach Einschätzung des Nachrichtensenders n-tv Anleger Gelegenheit, sich über den Aktienmarkt an dem Immobilienunternehmen zu beteiligen, dessen Bestand in Dresden über 35 000 Wohnungen umfasst und das aus der früheren "Gemeinnützigen Aktien-Gesellschaft für Angestellten-Heimstätten" (Gagfah) hervorgegangen ist.

Nach Bekanntgabe des Fortress-Ausstiegs sprangen die Gagfah-Aktien gestern mit plus 4,71 Prozent auf 12,67 Euro an die Index-Spitze des MDax. Damit sind die Papiere des Unternehmens, das in Dresden seit einiger Zeit um ein besseres Image kämpft, so teuer wie seit Februar 2008 nicht mehr.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.06.2014

chs

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