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Forscher wollen "Hochschulperle" nach Dresden holen

Forscher wollen "Hochschulperle" nach Dresden holen

Um mit "MacGyver"-Methoden Jugendliche für Biologie und Biotech zu begeistern und für interkulturelle Zusammenarbeit und Toleranz zu werben, besuchen Doktoranden des Dresdner Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik regelmäßig Schulen in und um Dresden.

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Von richtigen Forschern aus dem Ausland lernen die Schüler zu experimentieren.

Quelle: MPI-CBG

Im Projekt "Science goes to School" experimentieren die Mädchen und Jungen mit Nachwuchswissenschaftlern, die aus den USA, Indien oder anderen Ländern stammen und jetzt hier forschen und leben. Mit diesem Projekt wollen die Planck-Experten nun die "Hochschule-Perle 2013" nach Dresden holen, einen mit 3000 Euro dotierten Preis des "Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft". Bis zum 26. Januar können die Fans im Netz für ihr Projekt votieren.

Entstanden war die Schultour nach der Ermordung der Ägypterin Marwa El-Sherbini in Dresden. Seitdem hat das Genetik-Institut bereits mehrere Projekte gegen Fremdenfeindlichkeit gestartet, darunter ein Zivilcourage-Training für den Alltag (DNN berichteten) und "Science goes to School". "Uns Doktoranden wurde schnell klar, dass wir als Forscher - die wir auf Spezialisten aus aller Welt angewiesen sind und täglich global kooperieren - etwas dazu beitragen können und müssen, um die Stadt toleranter zu machen", erklärt Planck-Doktorand Marcus Jahnel. Seine portugiesische Kollegin Vanessa Carlos ergänzt: "Wir können so zeigen, wie viel Spaß es macht, in einem multikulturellen Umfeld zu arbeiten".

Die anderthalbstündigen Bio-Experimentierstunden werden von den Jungforschern in Englisch, der Universalsprache der internationalen Wissenschaftsgemeinde, gehalten und erinnern manchmal etwas an die TV-Serie "MacGyver", in der gleichnamige Tüftler aus Alltagsdingen wundersame Geräte baute: "Die Jugendlichen zermatschen zum Beispiel Bananen und lernen dann, wie man mit etwas Spülmittel, Salz und anderen Hausmitteln die DNA daraus extrahieren kann", erzählt Instituts-Sprecher Florian Frisch. Die Resonanz sei phänomenal: "Wie fragen danach immer das Feedback der Schüler ab - und bekommen zu 98 Prozent die Antwort, dass es total toll war." Heiko Weckbrodt

iWer mehr über das Projekt erfahren oder dafür stimmen will (bisher auf dem 3. Platz): www.hochschulperle.de (Abstimmung bis 26. Januar)

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.01.2014

Heiko Weckbrodt

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