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Forscher fordern mehr Grün gegen Klimawandel in Dresden

Forscher fordern mehr Grün gegen Klimawandel in Dresden

Um beispielhaft lokale und regionale Antworten auf den globalen Klimawandel zu finden, erarbeitet das Dresdner "Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung" (IÖR) seit dem Herbst 2008 gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Politik und Behörden ein bundesweit einzigartiges Maßnahmen-Paket: Das "Regionale Klimaanpassungsprogramm" (REGKLAM) für den Raum Dresden soll zeigen, wie sich Stadtplaner, Unternehmen und andere gesellschaftliche Akteure in den kommenden Jahrzehnten auf die Herausforderungen einstellen können, die höhere Durchschnittstemperaturen und ähnliche Effekte des Klimawandels für das Leben in den Städten mit sich bringen.

Von Hauke Heuer

Nun haben die Forscher im Landtag einen ersten Programm-Entwurf vorgestellt.

Der Schwerpunkt des Konzeptes, das Ende 2013 fertig gestellt sein soll, liegt darauf, negative Auswirkungen des Klimawandels für Dresden und das Umland zu vermeiden. Gefährlich dürften für die Region in Zukunft vor allem extreme Wettererscheinungen wie Stürme und Starkregen und Hagelschauer werden. Sie können Schäden an Gebäuden verursachen oder die Elbe über die Ufer treten lassen. Insbesondere in den dicht bebauten Stadtteilen Dresdens kann die zunehmende Hitze im Frühjahr und im Sommer zum Problem werden. Die Zahl der heißen Tage im Sommer, an denen das Thermometer über 30 Grad steigt, könnten sich im Vergleich zu heute mehr als verdoppeln. Dadurch wird sich die Verdunstung über der Stadt erhöhen, was das natürliche Wasserangebot im Grundwasser senken wird.

Zudem werden die Dresdner Winter gegen Ende des Jahrhunderts wohl weniger kühl als heute sein. Aus der kalten eine nasse Jahreszeit werden, denn Schnee wird nur noch selten fallen.

Aus diesen Veränderungen ergeben sich Handlungszwänge. So muss auf die zunehmende Gesundheitsgefährdung, die durch die extreme Hitze entsteht, reagiert werden. Klinken und Pflegeeinrichtungen müssen sicherstellen, dass ihre Technik auch bei extremen Wetterereignissen funktioniert. Auch in den zentralen Infrastrukturbereichen wie Wasserwirtschaft, Energieversorgung und Transport kann es zu Versorgungsproblemen und Kostensteigerungen kommen. Es ist davon auszugehen, dass es mehr Überflutungsschäden geben wird und damit verbunden auch hygienische Probleme durch austretendes Schmutzwasser aus dem Kanalsystem.

Die Lösung für diese Probleme sieht das Programm vor allem darin, eine grüne und kompakte Stadt zu schaffen. Wege sollen sich verkürzen, um Energie zu sparen. Begrünte Freiflächen dienen als Versickerungsflächen, um die Kanalisation zu entlasten, das Grundwasser aufzufüllen und ein angenehmes Mikroklima zu schaffen.

Im Wohnungsbau soll künftig darauf geachtet werden, dass schon im Vorhinein schwere Schäden durch Hochwasser oder Starkregen vermieden werden. Andere Dämmungen müssen verbaut werden, damit diese nicht nur im Winter die Heizwärme im Haus isolieren, sondern im Sommer auch vor Hitze schützen.

Vor allem mahnen REGKLAM-Forscher eine Zusammenarbeit von öffentlichen Ämtern, der Wirtschaft und der Forschung an. Die empfohlenen Maßnahmen sollen schnell umgesetzt werden. Denn nach Ansicht vieler Forscher kommt ab 2050 der Klimawandel erst richtig in Schwung.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.11.2012

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