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Forscher der TU Dresden erzeugen 3D-Modell einer Urechse

Saurierart Forscher der TU Dresden erzeugen 3D-Modell einer Urechse

Normalerweise werden mit Hilfe des Computertomographen am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden schwere Bauteile aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie abgebildet. In den letzten Wochen jedoch hatte das Institut ein eher ungewöhnliches Forschungsobjekt zu Gast.

3D-Modell des Orobates Pabsti. An der TU Dresden wurde die Urechse „reanimiert“.
 

Quelle: info:doi/10.1371/journal.pone.0137284

Dresden.  Normalerweise werden mit Hilfe des Computertomographen am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden schwere Bauteile aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie abgebildet. Dabei sollen mögliche Fehlkonstruktionen entdeckt und behoben werden. In den letzten Wochen jedoch hatte das Institut ein eher ungewöhnliches Forschungsobjekt zu Gast. Das Skelett einer Urechse wurde mittels Computertomograph rekonstruiert. Initiiert hat das Ganze der Evolutionsbiologe Professor John Nyakatura von der Humboldt-Universität zu Berlin: „Wir erforschen in einem einzigartigen Projekt, welche Konsequenzen die Abnabelung vom Wasser für das Bewegungssystem der Tiere gehabt hat.“ Die Standortwahl des Forschungsobjekts fiel auf Dresden, da es schlicht keine Alternativen gab. Nur die TU besitzt in ganz Deutschland ein geeignetes CT-Gerät, mit welchem die Aufnahmen aufgrund der Größe und Gewichts des Fossils möglich waren.

1998 wurde das Skelett der 300 Millionen Jahre alten Ursaurier-Art im Landkreis Gotha gefunden und gehört, so vermutet Nyakatura, zu den ersten Wirbeltieren, die sich uneingeschränkt an Land bewegen konnten. Über tausend Aufnahmen machten die Wissenschaftler am ILK, um so die exakte Materialbeschaffenheit der Überreste des „Orobates Pabsti“ festzustellen.

„Die Herausforderung bestand vor allem darin, das umgebende Gestein von den Knochen zu unterscheiden“, erklärt Professor Hans-Jürgen Ullrich, wissenschaftlicher Leiter der CT-Untersuchungen am ILK. Das Ergebnis lässt sich aber sehen: Aus den Daten entstand ein animiertes und bewegtes 3D-Modell der Urechse, die eigentlich seit Jahrhunderten ausgestorben ist. Zu begutachten sind die Ergebnisse bis 21. August in der Ausstellung „Orobates. Nach 300 Millionen Jahren reanimiert“ im Phyletischen Museum in Jena.

Von Aaron Wörz

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