Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Förderer der Frauenkirche: Stiftungsratsvorsitzender Bernhard Walter verstorben

Förderer der Frauenkirche: Stiftungsratsvorsitzender Bernhard Walter verstorben

Bernhard Walter war ein Bankmanager, dem man vertrauen durfte. Das ist nicht selbstverständlich. Seine Geradlinigkeit stieß am Ende auch in "seinem" Bankunternehmen nicht nur auf Gegenliebe.

Voriger Artikel
Lutz Bachmann: Dresdner Pegida-Frontmann im Visier von Islamisten
Nächster Artikel
Stein-Reich: Christoph Blödner recycelt gebrauchte Legosteine und verschickt sie in die ganze Welt

Bernhard Walter war Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Frauenkirche. Er galt als Bankmanager, dem man vertrauen konnte.

Quelle: imago

Im Jahre 2000 legte Walter das Amt des Vorstandssprechers der Dresdner Bank nieder, das er seit 1998 bekleidete. Die von ihm präferierte Verschmelzung mit der Deutschen Bank kam nicht zustande. Führungsqualitäten aber bewies der Baden-Württemberger an vielen Stellen. Sie waren gekoppelt an den Einsatz für kulturelle Werte und bürgerschaftliches Engagement.

In Dresden ist sein Name untrennbar verbunden mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche, den er maßgeblich unterstützt hat. Seit 1994 bis zur Gegenwart hatte Walter den Vorsitz des Stiftungsrates der Stiftung Frauenkirche inne. Am Wochenende ist er im Alter von 72 Jahren verstorben. "Mehr als 20 Jahre hat Dr. Bernhard Walter die Stiftung Frauenkirche geprägt. Er hat entscheidend dazu beigetragen, dass der Wiederaufbau der Frauenkirche möglich werden konnte", betonte Landesbischof Jochen Bohl, zugleich Kuratoriumsvorsitzender der Frauenkirchen-Stiftung. Alle Freunde und Förderer empfänden große Dankbarkeit für Walter.

Der studierte Banker gehörte seit 1987 dem Vorstand der Dresdner Bank an. In dieser Funktion half er durch eine große Aktion dem Wiederaufbau der Frauenkirche finanziell auf die Füße. Er initiierte nicht nur die Gründung der Stiftung Frauenkirche, sondern auch die "Stifterbriefe-Aktion" der Dresdner Bank, die den Spendenfluss erst richtig in Gang setzte. Rund 70 Millionen Euro kamen auf diesem Weg zusammen, zwei Drittel aller Spenden. "Bernhard Walter hat mich von Anfang an in einer Art und Weise unterstützt, ohne die ich die Aufgaben so nicht hätte schaffen können", sagte der ehemalige Baudirektor Eberhard Burger den DNN. Bernhard Walter habe sich in die Mentalität der Dresdner eingelebt und sie verstanden, hob er hervor.

Auf Walters Initiative erfolgte bereits 1991 die Gründung der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, die er ebenfalls bis zu seinem Tod begleitete. Darüber hinaus gehörte der Manager dem Aufsichtsrat des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger Berger an und übernahm 2006 dort den Vorsitz, den er bis November 2014 inne hatte. Sein Einsatz für die Dresdner Frauen- kirche wurde mit dem Großen Bundesverdienstkreuz gewürdigt, das er gemeinsam mit Ludwig Güttler und Eberhard Burger in Empfang nahm. Der Verstorbene ist Ehrendoktor der Fakultät Bauingenieurwesen der Technischen Universität Dresden und der Handelshochschule Leipzig.

Die Stiftung Frauenkirche lädt am Sonnabend, dem 31. Januar, 14 Uhr zu einem Gedenkgottesdienst in die Frauenkirche ein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.01.2015

Genia Bleier

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
15.12.2017 - 14:10 Uhr

Trainer Uwe Neuhaus erwartet beim MSV Duisburg ein Geduldsspiel / Mittelfeldduo Hartmann und Konrad fällt aus

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.