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Flutschutz im Dresdner Westen: Die Mauer in Gohlis wächst

Flutschutz im Dresdner Westen: Die Mauer in Gohlis wächst

Es ist Halbzeit am Gohliser Flutschutz, dem mit elf Millionen Euro teuersten Abschnitt der fünf Kilometer langen Hochwasserschutzlinie zwischen der Autobahn in Dresden-Kemnitz und dem Pumpspeicherwerk in Cossebaude.

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Eckehard Bielitz, Betriebsleiter Oberes Elbtal der Landestalsperrenverwaltung, steht vor den ersten Wandelementen der Gohliser Flutschutzmauer.

Quelle: Dietrich Flechtner

Seit einem Jahr - mit Unterbrechung durch Junihochwasser und einer kurzen Winterwetterperiode - baut die Firma Otto Heil aus Taucha zwischen dem Grünen Weg und der Dorfstraße eine 880 Meter lange Mauer, die einem hundertjährigem Hochwasser standhalten soll.

Die Arbeiten im Erdreich sind nun erledigt. Über 400 Bohrpfähle wurden in den Boden getrieben, um dem Flutschutz Stabilität zu geben, berichtet der Polier Michael Berendt. Darauf betonierten die rund 40 Bauarbeiter eine wuchtige Grundmauer, den so genannten Kopfbalken. Jetzt wird es für Außenstehende spannender: Stück für Stück wachsen die Wandelemente nach oben. Bei ungemütlichen zwei Grad flechten rumänische Bauarbeiter Eisenstäbe ineinander, die im Anschluss in Beton gegossen werden. "Eine sehr gute Truppe", wie Eckehard Bielitz von der Landestalsperrenverwaltung (LTV) beim Baustellenrundgang lobt. Warum man auf ausländische Kräfte zurückgreife? Ein Deutscher würde die schwere Arbeit für das Gehalt, das die Unternehmen zahlen, längst nicht mehr machen, erklärt uns der Polier.

Am Ende des Grünen Weges sowie der Dorfstraße entstehen gerade zwei Pumpstationen. "Sie laufen nur im Hochwasserfall", sagt Bielitz. Aufsteigendes Grundwasser fließt dann durch die längs der Flutwände angelegten Drainagesysteme und wird über die Pumpstationen in die Elbe zurückgeleitet. Der neue Gohliser Flutschutz wird den früheren Deich um satte zwei Meter überragen. Einige Mauersegmente haben Aussparungen, die im Hochwasserfall mit mobilen Platten geschlossen werden müssen. Eine Kompromisslösung, die man mit elf Anwohnern eingegangen war, die sich wegen des versperrten Elbeblicks damals gegen den Flutschutz aufgelehnt hatten.

In den nächsten vier Monaten sollen alle Betonierarbeiten über die Bühne gehen, im Herbst der Abschnitt fertig sein. Dann haben auch die Arbeiten am letzten Teilstück begonnen - dem neuen bis zu fünf Meter hohen Deich durch den Gohliser Polder, der als Überflutungsfläche dient. Ausschreibung und Vergabe des Bauauftrags erfolgen laut Bielitz noch in diesem Frühjahr, im Sommer sei Baubeginn. Dass mit dem Deich ein Stück Überschwemmungsgebiet der Elbe weggenommen wird, ist für den Bereichsleiter der LTV unproblematisch. Etwa drei Schwimmbecken voll Wasser habe das Gelände letzten Juni aufgenommen. Bei dem damaligen Durchlauf von 2,45 Milliarden Kubikmeter Wasser hatte das "Null Einfluss auf den Elbepegel", so Bielitz.

2016 soll die 32 Millionen Euro kostende Deichlinie fertig sein. Käme dann eine Flut wie im Juni 2013, stünde das Wasser 80 Zentimeter unter der Oberkante des Dammes und Stetzsch, Gohlis und Cossebaude blieben trocken.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.02.2014

Madeleine Arndt

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