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Flutschutz für Laubegast kostet 7,8 Millionen Euro

Flutschutz für Laubegast kostet 7,8 Millionen Euro

Rund 7,8 Millionen Euro wird es kosten, Laubegast bis zum Jahr 2021 einigermaßen gegen Elbehochwasser zu schützen. Das hat nach einer mehrmonatigen Phase der Bürgerbeteiligung nun eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Umweltamtes berechnet.

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Beim Jahrhunderthochwasser im August 2002 wurde Laubegast zu einer Insel. Eine Arbeitsgruppe hat nun nach mehrmonatiger Bürgerbeteiligung errechnet, dass ein Flutschutz für den Stadtteil rund 7,8 Millionen Euro kostet.

Quelle: Archiv/Oliver Killig

Den Löwenanteil in Höhe von 7,3 Millionen Euro würde nach ersten Schätzungen die Landestalsperrenverwaltung (LTV), also letztlich der Freistaat bezahlen, wie aus einer entsprechenden Stadtratsvorlage hervorgeht.

Da jedoch Laubegast nicht ummauert werden kann und soll, sondern auf Drängen der Anwohner viele kleine Schutzbauten vorgesehen sind, wird der Stadtteil letztlich nicht so stark wie beispielsweise die Innenstadt gegen Elbefluten abgeschottet sein: Nur an einigen Stellen wird Laubegast ab 2021 gegen ein Hochwasser gefeit sein, wie es statistisch alle 100 Jahre einmal vorkommt ("HQ 100"), das ist bereits klar.

Im Kern ist vorgesehen, Laubegast zwischen der Werft und der Mündung des alten Elbarms in Höhe der Berchtesgadener Straße durch ein gestaffeltes Flutverteidigungssystem zu schützen. So ist entlang des Laubegaster Ufers ein "moderater Schutz zur Elbe" vorgesehen, dabei sollen vor allem kleine Durchlässe geschlossen und bestehende Mauern und Gebäude abgedichtet werden. Eine zweite Schutzlinie - wahrscheinlich in Form einer Mauer - soll vor der Österreicher Straße entstehen und bis zu einem Elbpegel von 9,50 Meter standhalten können. Weitere Einzelprojekte sowie teilweise auch Deichanlagen sind auf der anderen Seite Laubegasts hin zum alten Elbarmbogen geplant. Im ehemaligen Flussbett selbst sollen Fließhindernisse beseitigt werden, die bestehenden Kleingärten zwar vorerst nicht angetastet, neue Parzellen aber nicht vergeben werden.

Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung - die in Absprache mit der LTV die Planungshoheit übernahm - eigentlich Mauer- und Deichlösungen für einen stärkeren Flutschutz favorisiert. Dies war jedoch auf starken Widerstand der Anwohner gestoßen, die keine Wälle vor die Nase gesetzt bekommen wollten (DNN berichteten).

Daraufhin hatte das Umweltamt unter der Devise "Leben mit dem Fluss" eine Planungsveranstaltungsreihe gemeinsam mit den Bürgern gestartet, deren Ergebnisse nun dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden. Eigentlich sollte der Rat bereits in der vergangenen Woche darüber befinden, kam jedoch wegen der langen Debatte um den Kulturpalast-Umbau und den Gagfah-Rechtsstreit nicht dazu. Wenn der Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen das Dokument absegnet, will das Umweltamt mit den Feinplanungen beginnen. Im Herbst 2015 könnte dann das förmliche Planfeststellungsverfahren beginnen. Mit einem Baubeginn ist insofern nicht vor 2017 zu rechnen.

Mehr Infos im Netz: www.dresden.de/hochwasser

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.03.2012

Heiko Weckbrodt

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