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Flutschutz beschäftigt Dresden noch auf Jahre

Deichbau Flutschutz beschäftigt Dresden noch auf Jahre

Dresden ist heute weit besser als zur Jahrhundertflut 2002 vor Hochwasser geschützt. Während sich die Schutzlinien im Dresdner Westen bald schließen, bleibt der Osten der Stadt auf Jahre noch ungeschützt gegen Jahrhundert-Elbfluten.

Quelle: mvz

Dresden.  Die jüngsten Sommerregengüsse, die an den Sommer 2002 erinnern, werfen die Frage auf, wie gut Dresden inzwischen eigentlich gegen ein Hochwasser wie damals gefeit ist. Die Antwort: Die Stadt ist nun deutlich besser vor Hochwasser geschützt als damals. Aber von einem durchgängigen, flächendeckenden Schutz vor Hochwasser-Ereignissen, wie sie alle 100 Jahre einmal auftreten (HQ 100), ist die Stadt immer noch ein ganzes Stück entfernt. Das geht auf Angaben der Stadtverwaltung und der Landestalsperrenverwaltung hervor.

Am 7. und 8. Juni wurde in der Münzgasse und der Brühlschen Gasse die mobile Hochwasserschutzanlage zur Probe aufgebaut. Die Bilder zeigen die städtischen Arbeiter beim Abbau der Anlage.

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So sind jetzt zwar große Teile der Innenstadt gegen Elbfluten abgesichert. Aber die Schutzlinie hat noch viele Lücken im Dresdner Osten und teils auch noch im Westen der Stadt. Der Flutrinnenschutz für Altübigau ist über das Planungsstadium noch nicht hinausgekommen. Auch ist die Hochwasser-Vorsorge für die kleineren Flüsse und Bäche im Dresdner Stadtgebiet längst noch nicht abgeschlossen.

Elbe

Die und anderen elbnahen Vierteln. Dies liegt einerseits an der dichten Bebauung dort, an den Anwohnerprotesten gegen hohe Flutschutzmauern vor ihrer Nase und vielen objektiven Bauhindernissen. Längst haben sich die Planer von der Idee verabschiedet, im Dresdner Osten eine durchgängige HQ-100-Schutzlinie zu erreichen. Die konkreten Planungen in der Landestalsperrenverwaltung ruhen derzeit für den Dresdner Osten. Denn einerseits stehen keine Planungsgelder zur Verfügung. Andererseits müssen sich Stadt und Landesbehörde erst noch per Betriebsvereinbarung darauf einigen, wer sich wie um die mobilen Flutschutzwände kümmert, die hier gelagert werden müssen.

Für die Hochwasserschutz-Linie Laubegast (in Richtung alter Elbarm) läuft das Planfeststellungsverfahren, für die Schutzlinie Laubegasts hin zur Elbe ist noch nicht einmal diese Phase erreicht.

 und der Elbmündung nämlich auch gegen Fluten geschützt sein, wie sie statistisch gesehen alle 500 Jahre (HQ 500) auftreten. Derzeit bauen die Arbeiter am Emerich-Ambros-Ufer und am Weißeritzknick an der Löbtauer Straße.

Lockwitzbach

Neugebaut und angehoben wurden und werden hier bis 2017 u. a. die Brücken Hermann-Conradi-Straße (mit erweitertem Querschnitt) und Prof.-Billroth-Straße.

Die kleineren Bäche

Entstanden sind an diesen „Gewässern zweiter Ordnung“ beispielsweise Hochwasser-Rückhaltebecken am Dammbach Weißig und Schelsbach. Das Becken III für den Kaitzbach wurde ausgebaut. Noch offenlegen und ausbauen wollen die städtischen Planer den Schönborner Dorfbach, den Wiesengraben Ost in Weißig und den Weidigtbach (an der Schlehenstraße). Am Koitzschgraben sollen größere Flutmulden entstehen. Auch bereiten sie „Hochwasserrisikomanagementpläne“ für den Blasewitz-Grunaer-Landgraben, den Schullwitzbach und den Kaitzbach vor. Noch zu klären ist, wie künftig Rückstaus an der Elbmündung der Prießnitz verhindert werden sollen. Unabhängig davon ist vorgesehen, den sogenannten Prallbogen der Prießnitz (nahe am “Carte Blanche“) zwischen Bautzner Straße und der Hohnsteiner Straße zu sanieren.

Grund- und Abwasser

Das Landesumweltamt hat inzwischen ein Pegelmess-Netz für das Grundwasser in Dresden ausgebaut und teilautomatisiert. Weitere Online-Pegelsysteme sind noch für die Hochwasserrückhaltebecken und für Gefahrenschwerpunkte an Bächen geplant. Außerdem wurden die Pumpwerke Johannstadt und Stetzsch gebaut, das Abwasser-Kanalsystem und die Kläranlage ertüchtigt. Zudem plant die Landestalsperrenverwaltung, den Deich an der Kläranlage Kaditz zu erhöhen. Und mobile Elemente oben auf dem Deich sollen für zusätzlichen Hochwasserschutz sorgen. Um dieses Vorhaben kümmert sich aber die Stadtentwässerung Dresden selbst.

Investitionen

Seit der Flutkatastrophe von 2002 sind über 160 Millionen Euro in den öffentlichen Hochwasserschutz im Stadtgebiet Dresden geflossen. Jeweils rund die Hälfte haben die Stadt Dresden und die Landestalsperrenverwaltung ausgegeben, wobei hier auch Zuschüsse von EU und Bund enthalten sind.

Von Heiko Weckbrodt

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Straßensperrung
Die städtischen Mitarbeiter beim Abbau der Hochwasserschutzanlage

Am Dienstag wird in der Münzgasse und am Mittwoch in der Brühlschen Gasse die mobile Hochwasserschutzanlage zur Probe aufgebaut. Für den Aufbau werden dabei in den jeweiligen Straßen die Torbögen abgesperrt, für das Terrassenufer ergeben sich jedoch keine Einschränkungen.

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