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Fluthilfezentrum ist noch bis 22. Juni aktiv - Homepage soll online gehen

Fluthilfezentrum ist noch bis 22. Juni aktiv - Homepage soll online gehen

Die Koordination der Hilfsangebote und -gesuche nach dem jüngsten Elbhochwasser in Dresden ist weiterhin fest in der Hand von Ehrenamtlern. Neben dem Facebookteam "Hochwasser Dresden" ist das "Dynamische Fluthilfe-Zentrum" im Glücksgas-Stadion auch eine Woche nach dem Pegelhöchststand die zentrale Anlaufstelle.

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Quelle: Stefan Schramm

Eingerichtet auf private Initiative im Presseraum des Stadions an der Lennéstraße, hat das Fluthilfe-Zentrum eine Menge zu bieten: Koordinatoren steuern von dort aus die Verteilung freiwilliger Helfer und dringend benötigter Sachspenden im ganzen Stadtgebiet.

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Das Dynamische Fluthilfezentrum koordiniert die Helfer und sammelt Spenden

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"Dabei geht es vor allem um die Grundsicherung, jene Dinge, die man am nötigsten braucht. Wir sind keine Wohnungsvermittlung, auch Fernseher und Staubsauger brauchen wir nicht", umreißt Mitarbeiter Helge Schönlebe grob den Sinn und Zweck.Am meisten benötigt würden derzeit vor allem Dinge, die zum Aufräumen nützlich sind, darunter Spachteln, Handschuhe, Stiefel, Pumpen, Arbeitskleidung, Notstromaggregate, Hochdruckreiniger und Bautrockner. Doch auch Speis und Trank sei gern gesehen.

Auf der Suchliste des Fluthilfe-Zentrums finden sich unter anderem lange haltbare Mahlzeiten und Durstlöscher wie Fertiggerichte, Kaffee und Filtertüten, Nudeln, Müsliriegel, Knacker, Salz, Honig und Butter sowie Öl und Marmelade. Derzeit haufenweise vorrätig ist dagegen insbesondere Alltagskleidung.Um den Überblick zu behalten, hat das Dynamische Fluthilfe-Zentrum mehrere Teams gebildet. "Fünf Leute kümmern sich zum Beispiel nur um Essen und Trinken, drei um die Technik", berichtet Schönlebe. Zudem gebe es mehrere "Runner", die ständig von A nach B unterwegs sind und die Versorgung aufrecht erhalten.

Auch Außenposten hat man gegründet. Jener für den besonders stark betroffenen Dresdner Stadtteil Gohlis findet sich beispielsweise noch mindestens bis Sonntag an der Schillerstraße/Ecke Gartenstraße in Cossebaude.Am Donnerstagnachmittag soll zudem im Internet die Seite www.fluthilfezentrum.de mit vollem Inhalt ins Netz gehen. Dort werden dann Informationen rund um die Hilfsaktion zu finden sein. "Mehrere Leute arbeiten daran, die Seiten sind kurz vor der Fertigstellung", so Schönlebe.

Geplant sei derzeit, noch eine weitere Woche den Dresdnern aktiv Hilfe zu leisten und dies zu koordinieren. "Mein Kenntnisstand ist, dass wir bis zum 22. Juni weitermachen", sagt Helge Schönlebe.Wer helfen möchte, sollte sein Kommen dem Fluthilfe-Zentrum telefonisch unter (0351) 250 88 399 oder per E-Mail an info@fluthilfezentrum.de ankündigen. Darin sollte man mitteilen, wann man zur Verfügung steht und ob man Fahrzeuge bzw. Arbeitsmaterialien oder gar spezielle Qualifikationen, die möglicherweise hilfreich sind, mitbringen kann.

Wer jedoch lieber in Pirna oder Meißen anpacken möchte, sollte sich besser über Facebook informieren, da sich das Dynamische Fluthilfe-Zentrum nur um Dresdner Belange kümmert.Stichwort Facebook: Die in dem sozialen Netzwerk am 2. Juni gegründete Seite "Hochwasser Dresden" läuft weiter auf Hochtouren. "Wir hatten zeitweise über 27.000 Follower und mehr als 65.000 Verteiler. Wir haben knapp 1,5 Millionen Leser pro Woche erreicht und nebenbei täglich 600 Mails beantwortet. Einfach gigantisch", freut sich Mitinitiatorin Claudia Hoffmann. Derzeit kümmern sich zwölf Mitarbeiter um die Vernetzung von Helfern und Hilfsbedürftigen sowie um die Versorgung aller Interessenten mit aktuellen Infos und Bildern. "Die Dresdner können sich nach wie vor rundum auf unserer Seite informieren", so Hoffmann weiter.Nachdem der Hochwasserscheitel vorübergegangen war, sei das Interesse zunächst etwas zurückgegangen. "Aktuell steigt es aber wieder stark an. Offenbar haben viele Auswärtige am Wochenende frei und möchten nach Dresden kommen, um zu helfen", berichtet Hoffmann. Natürlich sei die Hilfsbereitschaft anfangs größer gewesen. "Alle sind gerannt und haben Sandsäcke gefüllt, weil niemand genau wusste, was noch passiert", erklärt sie.

Dennoch sei der Wille zum Mithelfen noch immer groß.Claudia Hoffmann selbst geht mit gutem Beispiel voran. Sie arbeitet als Honorarkraft im Radeberger Biertheater, ist als Künstlerin unter dem Namen "LiebesFräulein" bekannt. "Ich habe seit einer Woche kein Geld verdient und mich dafür beim Facebookteam eingebracht. Das ist mein Beitrag zur Fluthilfe", sagt Hoffmann, die nebenbei noch ihre Mutterrolle managt. Wie lange sie und ihre Mitstreiter noch die Zeit und Kraft aufbringen, die Facebookseite zu koordinieren, muss sich zeigen. Eins steht für Hoffmann aber fest: "Irgendwann müssen wir auch mal wieder arbeiten gehen!"

Stefan Schramm

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