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Flugzeugwerke hoffen auf weitere Wartungsaufträge für den A 380

Flugzeugwerke hoffen auf weitere Wartungsaufträge für den A 380

Gute Nachrichten für Dresden aus Südfrankreich: Den Dresdner Elbe Flugzeugwerken (EFW) winken weitere Aufträge zur Komplettwartung des Großraumflugzeugs A 380. Der Hoffnung gab gestern Airbus-Chef Tom Enders.

Quelle: dpa

Toulouse. Gute Nachrichten für Dresden aus Südfrankreich: Den Dresdner Elbe Flugzeugwerken (EFW) winken weitere Aufträge zur Komplettwartung des Großraumflugzeugs A 380. Der Hoffnung gab gestern Airbus-Chef Tom Enders bei einem Treffen mit Sachsens Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) in Toulouse Ausdruck. "Dass Air France seine größten Flieger in Dresden reparieren und warten lässt, ist der Ritterschlag schlechthin", sagte er.

Tillich weilt zurzeit mit einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation in Frankreich und besucht die Regionen Toulouse und Grenoble. Man wolle die Rolle sächsischer Unternehmen als Lieferanten ausbauen, sagte Tillich. Möglichkeiten würden sich da auch im Bereich der Wartung von Flugzeugen auftun. Der Airbus-Chef lobte ausdrücklich den Standort Dresden. Er habe sich vor Kurzem in Sachsens Landeshauptstadt selbst ein Bild vom Werk machen können, sagte Enders. EFW sei ein "renommierter Standort in der Airbus-Familie und absolut wettbewerbsfähig".

Enders geht davon aus, dass weitere Fluggesellschaften Wartungsarbeitern für den A 380 an der Elbe vornehmen lassen. Zurzeit arbeitet EFW den Auftrag über vier A 380 von Air France ab. EFW-Geschäftsführer Andreas Sperl zeigte sich in Toulouse optimistisch, auch die Wartung der restlichen Air-France-Großraumflugzeuge zu übernehmen. Außerdem sei er im Gespräch mit weiteren Airlines weltweit.

Enders versicherte Tillich ferner, dass Airbus am Engagement bei den Flugzeugwerken in Dresden festhalten und keine weiteren Anteile abgeben wolle. Erst im Sommer hatte Airbus angekündigt, seinen Mehrheitsanteil an den EFW an den Miteigner ST Aerospace abtreten zu wollen. Das Wartungsunternehmen aus Singapur ist schon seit 2013 an der Elbe engagiert. Den Einstieg von ST Aerospace aus Singapur in Dresden bezeichnete Enders als "weitsichtig".

Der weltweit größte Anbieter von Flugzeugwartungen wird in Kürze mit 65 Prozent Mehrheitsanteilseigner sein. Das Unternehmen aus Singapur erbringt Ingenieurleistungen für die Umrüstung der A 330-Passagierjets zu Frachtmaschinen und plant auch die Umrüstung von A320/A321-Flugzeugen. Die Umrüstung und der Ausbau des Wartungsgeschäfts sichere Arbeitsplätze, sagte EFW-Chef Sperl. Die Elbe Flugzeugwerke beschäftigen über 1200 feste Mitarbeiter und 200 Leihkräfte.

Auf seiner weiteren Reise wird Tillich in Grenoble mehrere Chiphersteller besuchen. Begleitet wird er auch hierbei von Unternehmern aus Sachsen, darunter Managern von Globalfoundries, die ihre Produktion in Dresden erheblich ausbauen wollen. "Mir geht es darum, eine europäische Allianz zwischen den Herstellern zu schmieden, um ähnlich wie bei Airbus einen europäischen Chip herzustellen", sagte Tillich.

Angesprochen auf die Pegida-Proteste, sagte der Regierungschef, dass sie dem Ansehen Sachsens schaden. Mit seiner Reise in Frankreich verfolge er deshalb auch das Ziel, einen Gegenpol zu setzen. "Gerade jetzt müssen wir zeigen, dass Sachsen für Weltoffenheit und Innovationskraft steht."

Andreas Dunte

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