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Flugzeugenteisung am Dresdner Flughafen: gespenstiges Spektakel für die Fluggäste

Flugzeugenteisung am Dresdner Flughafen: gespenstiges Spektakel für die Fluggäste

Bei minus 16 Grad am Donnerstagmorgen versagte auch schon mal die ausgeklügeltste Technik. Auf dem Flughafen Dresden in Klotzsche entscheiden Winterdienst und Schutz vor Eis und Frost nicht nur über die Pünktlichkeit der Maschinen, sondern im Ernstfall auch über Leben und Tod.

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Ein Flugzeug auf dem Flughafen Dresden-Klotzsche wird enteist. Ein schauriges Spektakel für die Passagiere, die bereits in der Maschine sitzen.

Quelle: dpa

Insgesamt 140 Mitarbeiter stehen am Flughafen in Sachen Winterdienst bereit.

Es hat schon etwas Gespenstiges, wenn die Firma PortGround, ihres Zeichens Abfertigungsdienstleister am Flughafen Dresden, mit ihren Enteisungsfahrzeugen auf der Rollbahn im Einsatz ist. Riesige Nebelwolken hüllen Korpus und Tragflächen des Flugzeugs fast gänzlich ein. Über einen zwölf Meter langen, ausschwenkbaren Hubarm besprühen Mitarbeiter Tragflächen und Leitwerk des Flugzeuges mit einer circa 80 Grad Celsius warmen Flüssigkeit aus Wasser und Glycol. In der morgendlichen Dunkelheit und beleuchtet vom Licht der Scheinwerfer mutet das Szenario fast bedrohlich an. Die Fluggäste sitzen da schon in der Maschine und bekommen alles hautnah mit.

So aufregend es aussieht, so routinemäßig erfolgt diese Prozedur auf dem Dresdner Flughafen - im vergangenen Winter insgesamt 1105 Mal. „Wir beginnen mit den Enteisungen zum Start des Winterhalbjahres am 1. November", erläutert Flughafensprecher Christian Adler. „In diesem Jahr ging es allerdings schon im Oktober los, weil es da bereits erste Frosttage gab." Dafür reichen oft schon Temperaturen um den Gefrierpunkt, insbesondere, wenn Flugzeuge über Nacht längere Zeit stehen. Kritisch wird es, wenn sehr kalte Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit oder gar Schneefall hinzukommen. Die Entscheidung, ob und in welchem Umfang enteist werden muss, trifft der Kapitän der jeweiligen Maschine.

Bei den derzeitigen Temperaturen sind die Enteisungsfahrzeuge regelmäßig im Einsatz. Seit Oktober 2011 wurden in Dresden-Klotzsche etwa 300 Maschinen enteist. „Das ist einfach eine Sicherheitsfrage", erklärt der Flughafensprecher. „Wenn ein Flugzeug mit Passagieren an Bord startet, muss die Technik einwandfrei funktionieren." Dafür sorgt am Boden die PortGround-Crew. Der Vorgang erfolgt dabei jeweils etwa eine Viertelstunde vor dem Start - für die Fluggäste an Bord allemal ein aufregendes Schauspiel.

Auch für erste kräftigere Schneefälle ist der Flughafen Dresden gewappnet. Bis zu sieben Kehrblaszüge, ein Solo-Schneepflug, drei Schneefräsen und ein Streufahrzeug stehen für den Ernstfall bereit. Das Räumpersonal umfasst insgesamt 140 Mitarbeiter. Bricht tatsächlich noch das Schneechaos über Dresden herein, sind sie für die Räumung einer 76 Fußballfelder großen Fläche verantwortlich.

Jane Jannke

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