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Flüge in Dresden und Leipzig/Halle wegen Streiks gestrichen

Flüge in Dresden und Leipzig/Halle wegen Streiks gestrichen

Dresden/Leipzig. Wegen des Streiks von Lufthansa-Flugbegleitern sind am Dienstag an den Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle mehrere Flüge gestrichen worden.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Am Flughafen Dresden fallen demnach jeweils drei Linienflüge der Lufthansa von und nach Frankfurt am Main bis zum frühen Nachmittag aus. Am Frankfurter Flughafen ist das Kabinenpersonal der Lufthansa seit 6 Uhr im Ausstand und will bis 14 Uhr die Arbeit niederlegen.

Er davon aus, dass es dabei bleiben werde, sagte ein Flughafensprecher. Die Lage sei ruhig. „Es haben sich keine Warteschlangen am Lufthansa-Schalter gebildet.“ Die meisten Passagiere hätten umgebucht oder seien mit der Bahn gefahren. Die je sechs Verbindungen von und nach München waren dem Sprecher zufolge bis zum Mittag nicht betroffen. Diese würden nicht von der Lufthansa selbst, sondern einer ihrer Tochtergesellschaften geflogen. Bei diesen werde nicht gestreikt.

Auch am Flughafen Leipzig/Halle ist am Morgen ein Flug nach Frankfurt gestrichen worden, wie Flughafensprecher Uwe Schuhart am Dienstag mitteilte. Auch ein Nachmittagsflug von Frankfurt nach Leipzig/Halle wird ausfallen. Schuhart rief die Passagiere auf, sich vor einem Flug bei der Airline zu informieren, ob er nicht gestrichen wird.

Zum Ende vergangener Woche hatten die Stewards und Stewardessen in einer ersten Welle für acht Stunden am Drehkreuz Frankfurt die Arbeit niedergelegt und damit Deutschlands größten Flughafen teilweise lahmgelegt. Lufthansa musste 190 Verbindungen streichen und rund 26.000 Passagiere auf anderen Wegen ans Ziel bringen.

Flächendeckender Streik unrealistisch

Sollte das Unternehmen nach der zweiten Streikwelle am Dienstag bei seiner „arroganten Linie“ bleiben, machten weitere Nadelstiche voraussichtlich keinen Sinn mehr, sagte UFO-Vorsitzender Nicoley Baublies. Am Mittwoch sei ein flächendeckender Streik aber noch „unrealistisch“ und wegen der zu erwartenden Auswirkungen der zweiten Streikwelle vom Dienstag auch nicht notwendig.

„Am Mittwoch wird noch genug Chaos herrschen“, sagte der Gewerkschaftschef. Man wolle der Lufthansa zudem auch Zeit für eine Reaktion einräumen. Falls das Unternehmen die Streikfähigkeit der Flugbegleiter anerkenne und ihr Angebot nachbessere, könne sich der Arbeitskampf schnell in eine andere Richtung bewegen.

Lufthansa appellierte an die Gewerkschaft, die Belastungen für die Passagiere nicht weiter zu erhöhen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Vorstandsmitglied Carsten Spohr stellte sich am Montag gemeinsam mit dem Passage-Personalchef Peter Gerber der Diskussion mit den Flugbegleitern bei einer Versammlung in Frankfurt, wie ein Sprecher berichtete. Ufo hatte zuvor ein „Abtauchen“ des Vorstands beklagt.

Kritik an Streiktaktik

Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels hatte die Ufo-Streiktaktik als „sehr fluggastfeindlich“ kritisiert. Das kurze Zeitfenster lasse der Gesellschaft kaum eine Chance, die Passagiere rechtzeitig zu informieren. Die Lufthansa befinde sich daher in einer sehr schwierigen Lage.

„Wir können ja nicht vorauseilend den Betrieb einstellen, denn dann müsste die Ufo ja nur noch Streiks ankündigen.“ Lufthansa verwies darauf, dass man die rund 26.000 am Freitag betroffenen Passagiere letztlich doch noch ans Ziel gebracht habe. Einige hundert mussten freilich im Terminal übernachten.

Die Gewerkschaft Ufo hat in den seit 13 Monaten andauernden Verhandlungen nach drei Jahren Nullrunden neben fünf Prozent höheren Entgelten unter anderem das Ende der Leiharbeit und Schutz gegen die Auslagerung von Jobs verlangt. Lufthansa plant hingegen mittelfristige Einsparungen bei den Personalkosten und will dafür unter anderem die Beförderungsstufen strecken. Lufthansa beschäftigt nach eigenen Angaben rund 18.000 Flugbegleiter,

Ufo spricht hingegen von 19.400 Arbeitnehmern. Das Unternehmen bietet bisher 3,5 Prozent mehr Gehalt sowie den Verzicht auf Leiharbeit und betriebsbedingte Kündigungen. An den Plänen zu einer internen Billiglinie hält die Lufthansa aber fest.

dpa

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