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Flüchtlingskrise verändert auch die Situation der Dresdner Al-mostafa Moschee

Verein hat mehr Zulauf und plant Hilfsangebote Flüchtlingskrise verändert auch die Situation der Dresdner Al-mostafa Moschee

Die Zahl der Gläubigen, die zum Freitagsgebet in die Al-mostafa Moschee kommen, hat sich in den vergangenen zwölf Monaten um rund 40 Prozent erhöht. Der Moscheeverein Marwa El Sherbiny Kultur- und Bildungszentrum Dresden musste improvisieren, hat auf seinem Gelände in der Marschnerstraße Zelte und Pavillons aufgestellt.

Al-mostafa Moschee am Straßburger Platz bietet durch den Anbau von Zelten und Pavillions Platz für 700 Gläubige.
 

Quelle: Foto: Dietrich Flechtner

Dresden. Die Zahl der Gläubigen, die zum Freitagsgebet in die Al-mostafa Moschee kommen, hat sich in den vergangenen zwölf Monaten um rund 40 Prozent erhöht. Der Moscheeverein Marwa El Sherbiny Kultur- und Bildungszentrum Dresden (MKEZ) musste improvisieren, hat bereits im Herbst 2015 auf seinem Gelände in der Marschnerstraße Zelte und Pavillons aufgestellt. Die gebrauchten Zirkuszelte hat der MKEZ, der wie die Moschee finanziell selbstständig ist, durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Gemeinsam mit dem angebauten Pavillon erweitern sie die Kapazität des Gebetshauses auf knapp 700 Personen. Allerdings ist das Provisorium nicht winterfest.

Der MKEZ, 2009 in Gedenken an die ermordete Ägypterin Marwa El Sherbinym, gegründet, will Vorurteile gegenüber dem Islam abbauen und ein friedliches Miteinander der Kulturen ermöglichen. Er nimmt sich auch der Probleme von muslimischen Dresdnern und Flüchtlingen an. Ungefähr 20 Prozent der Gläubigen der Al-mostafa Moschee kommen aus Erstaufnahmeeinrichtungen, Übergangswohnheimen oder Bedarfswohnungen. Inwieweit dort für ihr seelisches Wohl gesorgt wird, wisse man im Verein nicht, sagt dessen Pressesprecher Muhammed Ronald Wellenreuther. Zutrittsregelungen und andere Beschränkungen verhinderten, dass der MKEZ dort tätig sein könne. Die Möglichkeiten für Moslems in Dresden ihren Glauben zu praktizieren schätzt Wellenreuther allerdings als unproblematisch ein: „Es gibt in der Stadt drei Moscheen und Moscheevereine, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sind“. Im Umland sehe die Situation weniger günstig aus. Von den Besuchern des Freitagsgebets kommen bis zu 40 Prozent aus umliegenden Orten wie Pirna, Görlitz, Bautzen, Kamenz, Riesa, Meißen oder Freiberg. Der Verein überlegt derzeit wie die Situation für sie verbessert werden kann.

Die Gemeinde in der Marschnerstraße hilft auch traumatisierten Flüchtlingen. Imam, Dr. Yussuf Rahman, hat die Islamisch-theologische Seelsorge übernommen. Darüber hinaus vermittelt das MKEZ private Patenschaften als betreuende Unterstützung. An islamischen Feiertagen ist die Moschee am besten besucht. Die Festgebete zum Ramadanende, und zum Opferfest finden hier statt, ebenso die Iftar, das gemeinsame Abendessen im Fastenmonat nach Sonnenuntergang. Vor allem zur Iftar steht die Moschee auch andere Religionsgemeinschaften und der nicht muslimischen Bevölkerung offen.

Von Paul Felix Michaelis

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