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Flexstrom-Pleite: Über 3000 Dresdner sind betroffen

Flexstrom-Pleite: Über 3000 Dresdner sind betroffen

Von der Pleite der Flexstrom-Unternehmensgruppe sind in Dresden insgesamt über 3000 Menschen betroffen. Sie müssen sich nun nicht nur nach einem neuen Strom- bzw.

Erdgasanbieter umsehen, sondern auch mit finanziellen Einbußen rechnen. Denn Geschäftsmodell der Flexstrom war es, das Geld für die zu liefernde Energie im Voraus entgegenzunehmen. Und wie Friederike Wagner von der Verbraucherzentrale Sachsen gegenüber den DNN erklärt, ist es nicht wahrscheinlich, dass die Kunden ihre zu viel gezahlten Beträge im Zuge des Insolvenzverfahrens vollständig rückerstattet bekommen.

"Wir warnen bereits seit langer Zeit, nicht erst seit der TelDaFax-Insolvenz, vor den Gefahren, die mit Vorauskasse-Modellen einhergehen, da hier die Insolvenzgefahr für den Verbraucher erheblich sein kann", betont Wagner. Die Drewag hatte Mitte April sämtliche Rahmenverträge mit der Flexstrom-AG und deren Tochterfirmen fristlos gekündigt (DNN berichteten). Diese betrafen die Mitnutzung des Drewag-Netzes durch Flexstrom. Die Dresdner Stadtwerke konnten diesen Schritt erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens vollziehen. Das dubiose Geschäftsmodell der börsennotierten Aktiengesellschaft reichte als Grund allein nicht aus. "Wir müssen in der Drewag-Netz-GmbH alle gleich behandeln", sagt Sprecherin Gerlind Ostmann.

Im Dunkeln sitzt wegen der Pleite kein einziger der Flexstrom-Kunden, denn große Versorger wie die Drewag sind umgehend als Ersatzanbieter eingesprungen. So regelt es das Energiewirtschaftsgesetz. Dieser Grundversorgertarif ist allerdings auch der teuerste.

Laut Friederike Wagner sollten die Betroffenen jetzt schnell handeln und die Belieferung zum Grundversorgertarif mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. "Es steht ihnen jederzeit frei, mit dem Grundversorger einen besseren Tarif auszuhandeln oder zu einem anderen Anbieter zu wechseln", erklärt die Expertin von der Verbraucherzentrale. In der sächsischen Landeshauptstadt kommt da zum Beispiel der Tarif "Dresdner Strom privat" in Frage. Zudem sollten Flexstrom-Kunden trotz der Insolvenz ihre Verträge mit dem Unternehmen kündigen, umgehend den Zählerstand ablesen und die entsprechenden Angaben im Kündigungsschreiben an den Insolvenzverwalter mitschicken.

"Aufpassen sollten Verbraucher, die ihre Abschlagszahlungen bisher im Lastschriftverfahren entrichtet haben. Ein der Bank erteilter Dauerauftrag bzw. eine Flexstrom erteilte Einzugsermächtigung müssen sofort widerrufen werden", betont Wagner. "Werden trotz Kündigung des Liefervertrags und Widerruf der Einzugsermächtigung weitere Beiträge per Lastschrift abgebucht, so kann der Kunde sein Geld noch bis zu 13 Monate nach der Belastung von der Bank zurückverlangen."

chs

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