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Feueralarm wie eine Ufo-Landung

Feueralarm wie eine Ufo-Landung

Jeder, der die Slub schon einmal in der Prüfungszeit betreten hat, dürfte sich wie auf einer Massenveranstaltung gefühlt haben. Im Foyer erfüllt dichtes Murmeln den Raum, überall sitzen Menschen, die sich durch Berge von Büchern wälzen und fast alle Plätze sind belegt.

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Die insgesamt vier Fluchtwegklappen auf dem Dach der SLUB wurden bei dem Feueralarm am 31. Juli automatisch geöffnet.

Quelle: Brigitte Woitke

Von Juliane Just

Diese Arbeitsatmosphäre wird jedoch regelmäßig durch einen Feueralarm unterbrochen. Viele hundert Benutzer sitzen tagtäglich in der Bibliothek. Sie zu evakuieren will geübt sein. "Sicherheit hat oberste Priorität", sagte Katrin Matteschk, Sprecherin der Slub. "Mit den Probealarmen wird das Sicherheitssystem immer wieder getestet und damit für die Sicherheit der Besucher gesorgt."

Mindestens zwei Mal im Jahr proben die Mitarbeiter mit den Besuchern der Slub den Notstand. Nach einem gellenden Signalton folgt die Ansage: "Unsere sicherheitstechnischen Anlagen signalisieren eine Unregelmäßigkeit. Bitte verlassen Sie das Gebäude auf den ausgeschilderten Fluchtwegen." Damit auch alle Studenten verstehen, wovor gewarnt wird, verlässt die Ansage schließlich auch in Englisch die Lautsprecher.

Brigitte Woitke, Studentin der Germanistik und der Geschichte, hat den jüngsten Alarm miterlebt. Vom Dach der Slub - dort verweilte sie, weil es drinnen keine Plätze mehr gab - konnte sie genau verfolgen, wie zügig die Evakuierung gelang. "Ich saß gegen 16.15 Uhr draußen auf einer Bank und plötzlich gingen diese Klappen hoch. Es war ein seltsames Spektakel, als wenn ein Ufo gelandet wäre", sagte sie lachend. "Da die Slub unterirdisch ist und da auf einmal so viele Menschen rauskamen, ähnelte es tatsächlich ein wenig einer Ufo-Landung." Natürlich sei sie im ersten Moment etwas verwundert gewesen, denn sie hatte draußen nichts von dem Signalton mitbekommen.

"Es war auf jeden Fall für alle Besucher eine interessante Abwechslung zum sonstigen Slub-Alltag", schmunzelt sie. Bei diesem Alarm hat die Evakuierungen reibungslos geklappt, sagte Matteschk. "Die Feuerwehr war in weniger als zehn Minuten vor Ort, so dass die Sicherheit der Besucher gewährleistet wurde." Mit 1700 optischen Rauchmeldern hat die Bibliothek eine komplexe Brandmeldeanlage, bei der technische Defekte an den Brandmeldern nicht zu vermeiden sind. Jeder Alarm wird sehr ernst genommen, sagte Matteschk.

Bei Auslösung des Signals beginnen laut der Sprecherin innerhalb des Gebäudes viele technische Vorgänge. So öffnen sich zum Beispiel die vier Fluchtwegklappen, die Brigitte Woitke auf dem Dach beobachten konnte, automatisch. Sie werden bewacht und nach vollständiger Kontrolle aller Sicherheitsanlagen wieder geschlossen. Auch alle Fluchtwegtüren werden automatisch freigeschaltet. Der Fluchtweg ist selbstverständlich eindeutig ausgeschildert. Ein Fehl- sowie ein Probealarm werden nach der Evakuierung und Sicherstellung der Anlagen ausgewertet, da dies Bestandteil des Sicherheitskonzeptes der Slub ist.

So gehören Probealarme in der Slub zwar zur Ordnung, dem Besucher wird jedoch trotzdem etwas mulmig sein, wenn der Signalton ertönt. Immerhin ist für ihn nie ersichtlich, ob es sich um einen Probealarm oder einen echten Feueralarm handelt. Schnelles Handeln ist in jedem Fall die richtige Lösung.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.08.2012

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