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Festspielhaus Hellerau will weitere Flüchtlinge aufnehmen

Platz für 16 Menschen Festspielhaus Hellerau will weitere Flüchtlinge aufnehmen

Das Europäische Zentrum der Künste im Dresdner Festspielhaus Hellerau will weitere Flüchtlinge aufnehmen. Zudem will es mit seinem Programm zum Verständnis zwischen den Völkern beitragen.

Quelle: dpa

Dresden. Das Festspielhaus Hellerau in Dresden widmet sich verstärkt der Integration. Am Dienstag kündigte Intendant Dieter Jaenicke an, weitere Flüchtlinge auf dem hauseigenen Gelände unterbringen zu wollen. Zudem will das im Festspielhaus ansässige Europäische Zentrum der Künste mit seinem Programm zum Verständnis zwischen den Völkern beitragen. „Weltoffenheit und Internationalität sind für uns keine leeren Schlagwörter, sondern Programmatik. Fremdenfeindlichkeit gilt es zu benennen und ihre Motive zu widerlegen“, erklärte Jaenicke. Im Vorjahr hatte das Festspielhaus eine vierköpfige Familie aus Aleppo in Syrien untergebracht. Laut Jaenicke gibt es Platz für 16 Menschen. Bislang fehle aber noch eine Zulassung dafür.

Auch inhaltlich möchte Hellerau international Akzente setzen. Den Auftakt des Programmes 2016 bestreiten an diesem Wochenende die Tänzer der Hofesh Shechter Company aus Großbritannien. Unter dem Titel „RomAmoR“ soll die Kultur der Sinti und Roma in diesem Jahr viel Raum erhalten. Dazu gehört auch das „Requiem für Auschwitz“ am 27. Januar in der Frauenkirche. Es ist den Opfern des Völkermordes an den europäischen Sinti und Roma während der NS-Zeit gewidmet. Das gesamte Jahr über soll namhafte Choreografen und Tanzformationen den Anspruch Helleraus als wichtiges internationales Podium für den zeitgenössischen Tanz belegen.

Ein weiterer Schwerpunkt gilt 2016 Brasilien. Unter dem Motto „Brasilianische Alternativen“ sind vom 19. Mai bis 7. Juni Konzerte, Ausstellungen, Performances und Installationen zu sehen. Partner sind dabei die Produktionszentren Kampnagel Hamburg und HAU Berlin, das Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt sowie das Tanzhaus NRW Düsseldorf. Auch dort sind die Brasilianer zu Gast. Eine ganze Reihe von Projekten ist der Integration junger Asylsuchender gewidmet.

Und auch die Fotografie hält Einzug: Für die Premiere des Fotowettbewerbes „Portraits - Hellerau Photography Award“ hatten rund 530 Fotografen aus aller Welt Arbeiten eingereicht. Ab 18. Februar gibt es eine Ausstellung dazu. Jaenicke will den Wettbewerb weiterführen.

Der Intendant selbst dürfte dem Festspielhaus noch einige Zeit vorstehen. Die Stadt hatte ihm eine Vertragsverlängerung angeboten. Er freue sich darauf, noch zweieinhalb Jahre in Hellerau zu haben. „Da kann man noch Einiges auf den Weg bringen“, sagte Jaenicke und rechnete mit einem baldigen Vertragsabschluss.

2015 hatten insgesamt 35 787 Zuschauer zu den Aufführungen nach Hellerau besucht - etwas weniger als 2014. Das Festspielhaus führte das auf ein geändertes Konzept für das Festival Cynetart zurück - ein Festival für computergestützte Kunst.

dpa

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