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Faulbrut bei Bienen: Stadt richtet in Steinbach und Gompitz Sperrbezirke ein

Amerikanische Faulbrut in Bienenvölkern in Dresden ausgebrochen Faulbrut bei Bienen: Stadt richtet in Steinbach und Gompitz Sperrbezirke ein

In Bienenvölkern in Steinbach und Gompitz in Dresden ist Amerikanische Faulbrut festgestellt worden. Dabei handelt es sich um eine für Bienen gefährliche anzeigepflichtige Krankheit, die die Bienenbrut befällt und mit der Zeit das ganze Volk auslöscht. Das Veterinäramt hat aufgrund der Bienenseuchen-Verordnung zwei Sperrbezirke gebildet.

Bienen fliegen einen Bienenstock an.
 

Quelle: Archiv

Dresden.  In Bienenvölkern in Steinbach und Gompitz in Dresden ist Amerikanische Faulbrut festgestellt worden. Dabei handelt es sich um eine für Bienen gefährliche anzeigepflichtige Krankheit, die die Bienenbrut befällt und mit der Zeit das ganze Volk auslöscht. Die Körperstruktur der Bienenbrut wird vollständig aufgelöst. Zurück bleibt eine braune, schleimige, fadenziehende Masse.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt hat aufgrund der Bienenseuchen-Verordnung zwei Sperrbezirke gebildet. Einer umfasst die Ortsteile Steinbach und Zöllmen, der andere den Ortsteil Gompitz ohne den Teil westlich der Oskar-Maune-Straße.

Alle Imker in den Sperrgebieten müssen sich – soweit noch nicht geschehen – „unverzüglich im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Landeshauptstadt Dresden ...melden (Telefon 0351/408 05 11)“, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Bienenvölker und Bienenstände seien „umgehend amtlich auf Faulbrut zu untersuchen. Die Untersuchungen werden in Abhängigkeit vom Ergebnis der ersten Untersuchung frühestens nach zwei Monaten, spätestens nach neun Monaten wiederholt“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Zudem dürften weder Bienenvölker in die Sperrbezirke gebracht, noch Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wachsabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften aus den Bienenständen in den beiden Sperrbezirken entfernt werden. Auch dort aufgestellte bewegliche Bienenstände müssen bleiben, wo sie sind.

 Wachs, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle können jedoch laut Stadt unter der Kennzeichnung „Seuchenwachs“ an wachsverarbeitende Betriebe, die über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügen, abgegeben werden. Der „Honig aus den Bienenvölkern ist für den menschlichen Verzehr ohne Einschränkungen verkehrsfähig“, betont das Veterinäramt. An Bienen jedoch darf Honig aus den Sperrbezirken keinesfalls verfüttert werden, denn er kann Sporen enthalten.

„Mit dem Erreger der Amerikanischen Faulbrut infizierte Bienenvölker kann man sanieren. Sind Bienen jedoch erkrankt, dann gibt es keine Rettung mehr. Das betroffene Volk muss getötet werden“, weiß Tino Lorz, Vorsitzender des Imkervereins Dresden e.V. „Im nichteuropäischen Ausland werden nicht selten Antibiotika eingesetzt, um die Faulbrut zu bekämpfen“, so der Dresdner Imker. Das sei wegen der verbleibenden Antibiotika-Reste im Honig hier verboten. Laut Lorz sind mindestens 60 Prozent der Importhonige mit Sporen der Amerikanischen Faulbrut belastet. Für für Menschen ist die Faulbrut keine Gefahr.

Der Chef des Dresdner Imkervereins appelliert an alle Imkerkollegen – vor allem an die, die mit dem Imkern neu starten – ausschließlich Bienenvölker mit einem amtlichen Gesundheitszeugnis zu kaufen – „am besten aus der Region“. Bei solchen Völkern könne man sicher sein, dass sie nicht sporenbelastet sind. Zudem sollten Neuimker niemals auf gebrauchtes Imkermaterial zurückgreifen, sondern sich eine neue Ausstattung zulegen. Denn den Schaden haben, wenn die Seuche ausbricht, die Imker.

Von Catrin Steinbach

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