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Fähre zum Dresdner Stadtfest bleibt ein unerfüllbarer Traum

Sperrung der Augustusbrücke Fähre zum Dresdner Stadtfest bleibt ein unerfüllbarer Traum

Die Stadtverwaltung hat lange prüfen lassen und hebt jetzt die Hände: Eine Fährverbindung zum Stadtfest 2017 im Bereich der Dresdner Altstadt wird es nicht geben. „Das ist aus genehmigungsrechtlichen und technischen Gründen nicht machbar“, schreibt jetzt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).


Quelle: D. Flechtner

Dresden. Die Stadtverwaltung hat lange prüfen lassen und hebt jetzt die Hände: Eine Fährverbindung zum Stadtfest 2017 im Bereich der Dresdner Altstadt wird es nicht geben. „Das ist aus genehmigungsrechtlichen und technischen Gründen nicht machbar“, schreibt jetzt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf Anfrage der Linke-Stadträtin Jacqueline Muth.

Im nächsten Jahr soll die Augustusbrücke saniert werden – Tausende Besucher müssten zum Stadtfest über die Marienbrücke oder die Carolabrücke umgeleitet werden, damit sie ins Festgebiet auf der Neustädter Seite gelangen können. Deshalb soll das Stadtfest ab 2017 auf unbestimmte Zeit nur in der Altstadt gefeiert werden (DNN berichteten). Unter anderem FDP-Stadtratsfraktionsvorsitzender Holger Zastrow brachte eine zeitweilige Fährverbindung ins Gespräch, damit die Neustadt nicht vom Stadtfest abgekoppelt wird.

Zwischen Carolabrücke und Augustusbrücke könnten keine Fähranleger installiert werden, da sich hier bereits die Anlegestellen der Sächsischen Dampfschiffahrt befinden, heißt es in dem Schreiben von Hilbert. Das Neustädter Elbufer sei zudem auf der gesamten Strecke von Carolabrücke bis Marienbrücke sehr flach, so dass sehr lange Stege benötigt würden. Aus Sicht der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) seien derartige lange Steganlagen nicht genehmigungsfähig, da sie den Schiffsverkehr behindern würden.

Technisch sei die Verbindung insofern möglich, als dass die DVB über ein Reserveboot verfügen würden, dass nur bei defekten der anderen Fähren zum Einsatz komme. Aber bei Anlegebrücken und Pontons habe das ÖPNV-Unternehmen keine Reserven. Für den Bau der erforderlichen Anlegestellen sei ein Zeithorizont von mindestens 18 Monaten anzusetzen, schätzen die DVB.

Der reine Fährbetrieb würde bei 16 Stunden rund 1200 Euro pro Tag kosten. Wie viel die Einrichtung der Infrastruktur kosten würde, könne noch nicht abgeschätzt werden, hier seien konkrete Planungen und Abstimmungen mit den Genehmigungsbehörden erforderlich. Kostendeckende Umsätze seien mit der Fährverbindung aber nicht zu erwarten, glauben die DVB. Die Augustusbrücke werde während der Bauzeit nicht voll gesperrt, sondern solle immer einen fünf Meter breiten Gehweg aufweisen, heißt es in dem Schreiben von Hilbert.

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes habe bereits mitgeteilt, dass die Einrichtung einer temporären Personenfähre zum Stadtfest 2017 nicht möglich sei, erklärte Hilbert. Die Sicherheit des Verkehrs auf der Elbe werde beeinträchtigt und lasse sich auch nicht durch Auflagen ausgleichen. Schlechte Aussichten für die Neustadt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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