Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
FDP zu drohendem Streik in Dresden: "Gewerkschaft nimmt eine ganze Stadt in Sippenhaft"

FDP zu drohendem Streik in Dresden: "Gewerkschaft nimmt eine ganze Stadt in Sippenhaft"

Für Donnerstag haben die Gewerkschaften ver.di und die Bildungsgewerkschaft GEW zum ganztägigen Streik aufgerufen. Wie die Gewerkschaften ankündigen, werden die Stadtverwaltung Dresden sowie die Eigenbetriebe Kindertageseinrichtungen, IT- und Organisationsdienstleistungen, Sportstätten- und Bäderbetrieb sowie Friedhofs- und Bestattungswesen ihre Arbeit zum Teil aussetzen.

Voriger Artikel
Zwei weniger als geplant: Schlecker schließt in Dresden 13 von 31 Filialen
Nächster Artikel
Krume und Kruste unter der Lupe - Öffentliche Brotprüfung der Bäckerinnung

In Dresden wollen am Donnerstag unter anderem Kindergärtnerinnen streiken (Archiv).

Quelle: Regina Katzer

Damit wollen sie der Forderung nach einer Gehaltssteigerung um 6,5 Prozent Nachdruck verleihen.

Der gemeinsame Treff aller streikenden Beschäftigten ist das Volkshaus am Schützenplatz 14. Ab 10.30 Uhr planen die Streikteilnehmer dort einen Demonstrationszug, der mit einer Kundgebung an der Seestraße/Altmarktgalerie enden soll.

Bei Hans-Jürgen Muskuslus, Dresdner Stadtrat der Linken, trifft der angekündigte Streik auf Zustimmung. „Seit Jahren haben die Beschäftigten durch die geringen Tarifabschlüsse und die steigenden Lebenshaltungskosten einen Reallohnverlust. Das muss sich dringend ändern", teilte der Politiker am Mittwoch mit.

Die Meinung des Verwaltungsbürgermeisters Wilfried Lehmann (CDU), der Warnstreik sei unverhältnismäßig, ist aus seiner Sicht irreführend. „Die Stadt selbst muss ihre Fürsorgepflicht für ihre Beschäftigten wahrnehmen und dafür sorgen, dass es ernstzunehmende Verhandlungsangebote bei der Tarifauseinandersetzung gibt", betonte Muskulus

Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion, erklärte zu den angekündigten Streiks: „Statt das Angebot der Arbeitgeber zu diskutieren, wird ein Schaukampf auf dem Rücken einer ganzen Gesellschaft inszeniert." Dabei habe gerade der öffentliche Dienst mit seinen krisensicheren Arbeitsplätzen, regelmäßigen Gehaltssteigerungen und guten Arbeitsbedingungen sowieso schon enorme Vorteile gegenüber fast jedem in der Privatwirtschaft Beschäftigten, so der FDP-Politiker weiter. Die Gewerkschaft nehme eine ganze Stadt in Sippenhaft.

Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber sei für die Gewerkschaften jedoch nicht akzeptabel. Wegen der Laufzeit von zwei Jahren läge die Erhöhung bei 1,77 Prozent. „Damit wird nicht annähernd die Inflationsrate von 2,5 ausgeglichen", argumentierte Erik Molkenthin, Sprecher von ver.di Dresden.

dbr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.