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Exzellenzinitiative: Eliteforschungszentrum der TU Dresden geht an den Start

Exzellenzinitiative: Eliteforschungszentrum der TU Dresden geht an den Start

Dresden. Forscher der Technischen Dresden entwickeln die Elektronik von morgen mit: Beim offiziellen Start für das Exzellenzcluster „Center for Advancing Electronics Dresden“ (cfaed) wurde am Donnerstag auch der nach Zentrumsangaben weltweit erste chemische Mikrochip vorgestellt.

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Quelle: dapd

Er funktioniert nicht auf Basis von Silizium, sondern wird mit Chemikalien gesteuert, hieß es.

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Am Verbund der exzellenz-Bewerbung sind selbst die Staatlichen Kunstsammlungen beteiligt.

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An dem Projekt sind bisher rund 50 Wissenschaftler beteiligt, in einem Jahr sollen es bereits 200 sein. Dazu gehören neben Physikern und Chemikern auch Biologen, Informatiker und Elektrotechniker. „Die umfassende Herangehensweise ist bisher einzigartig auf der Welt“, sagte der Chef des Forschungszentrums, Professor Gerhard Fettweis.Um die Erfolgschancen zu erhöhen, arbeiten neun Teams parallel in sogenannten Forschungspfaden. Die Bandbreite reicht von Silizium- Nano-Drähten über organische Elektronik bis hin zum chemischen Rechnen und komplexen Systemen der Informationsverarbeitung.

Schon in 10 bis 20 Jahren seien die Chips so klein, dass sich dann keine weiteren Informationen mehr „draufpacken“ lassen, hieß es. Die Maße eines Chips von heute 28 Nanometern würden dann bei etwa 7 Nanometern liegen. Deshalb werde weltweit nach Alternativen gesucht - auf Basis chemischen und organischen Materials zur Informationsverarbeitung.Fettweis sprach von dünnen Plastikfolien, die mit Informationen bedruckt werden können. Perspektivisch gehe es um die Herstellung von Chips auf Druckmaschinen. Die so produzierten elektronischen Bauteile seien sehr flexibel und beständig.

Fettweis lieferte auch ein wenig Zukunftsmusik: Irgendwann brauche der Badegast am Strand keinen speziellen MP3-Player mehr zum Musikhören, sondern könne sich gleich eine entsprechende Folie mit Musikdateien in die Badehose einnähen lassen. „Wir treiben verschiedene Technologiekandidaten voran, die auf Neuerungen der Materialwissenschaften beruhen, und zwar bis zur Ebene eines funktionierenden Informationsverarbeitungssystems“, so der Professor. Rund 28 Millionen Euro stehen in den nächsten fünf Jahren für die Forschung an den Projekten zur Verfügung.

Hintergrund: Exzellenzinitiative

 Bei der Exzellenzinitiative für die Spitzenforschung an deutschen Hochschulen gibt es drei Fördersäulen. Es geht um Promotionsprogramme (Graduiertenschulen), fachübergreifende Forschungsverbunde verschiedener Wissenschaftsdisziplinen (Exzellenzcluster) und um Zukunftskonzepte der Universität selbst. Nur wer in den ersten beiden Fördersäulen überzeugt, hat auch die Chance, mit seinem Zukunftskonzept zu bestehen. Der TU Dresden gelang das 2012 mit allen vier Anträgen.

Die Graduiertenschule „Dresden International Graduate School for Biomedicine and Bioengineering“ hat das Ziel, die weltweit besten Nachwuchswissenschaftler auf den Gebieten Zellbiologie, Biomedizin, Biophysik und Bioengineering auszubilden und zur Promotion zu führen. Momentan sind etwa 250 Doktoranden aus über 60 Ländern integriert.

Das Center for Regenerative Therapies Dresden hatte sich bereits in der ersten Runde der Exzellenzinitiative als einziges in den neuen Bundesländern durchsetzen können und wurde seit 2006 mit jährlich 1,5 Millionen Euro gefördert. Hauptaufgabe ist die Grundlagenforschung für bessere Therapieverfahren unter anderem für Leukämie, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems.

Beim Exzellenzcluster Center for Advancing Electronics Dresden geht es um die Zukunft der Datenverarbeitung und Computerchips der Zukunft. Statt Silizium sollen organische Materialien zum Einsatz kommen. Aber auch chemische Chips sind geplant. Die Forscher sprechen von einer neuen Form der Datenverarbeitung. Beantragt wurden 40 Millionen Euro, bewilligt 28,1 Millionen Euro.

Für ihr Zukunftskonzept hatte die TU Dresden 78,5 Millionen Euro beantragt und 60,2 Millionen Euro genehmigt bekommen. Es trägt den Titel „The Synergetic University“ und basiert auf einem Verbund der Uni mit 15 Forschungs- und Kulturinstitutionen im Großraum Dresden. Damit sollen Synergien in wissenschaftlicher Infrastruktur, Lehre und Forschung erzielt werden. Die Partner sind auch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Deutsche Hygiene-Museum.

dpa

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