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Ex-Bordellkönig gesteht Drogengeschäfte – 59-Jährigen droht lange Haftstrafe

Landgericht Dresden Ex-Bordellkönig gesteht Drogengeschäfte – 59-Jährigen droht lange Haftstrafe

Helge W. hat Gerichtserfahrung und war nie der Mann, der klein beigibt. Bis zuletzt hat er Straftaten immer bestritten. Aber im Alter wird man wohl etwas weiser. Am Dienstag legte er ein umfangreiches Geständnis ab.

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Symbolfoto

Quelle: Volkmar Heinz

Dresden. Helge W. hat Gerichtserfahrung und war nie der Mann, der klein beigibt. Bis zuletzt hat er Straftaten immer bestritten. Aber im Alter wird man wohl etwas weiser. Am Dienstag legte er ein umfangreiches Geständnis ab.

Der 59-Jährige und der Mitangeklagte Tony S. müssen sich wegen Drogenhandels vor Gericht verantworten. Sie sollen zwischen Februar und August 2015 arbeitsteilig mit einem Tschechen Crystal von Tschechien nach Dresden geschmuggelt und das Zeug hier unter die Leute gebracht haben. Helge W. organisierte alles, der Tscheche brachte die Ware über die Grenze und Tony S. verkaufte sie hier. Ein gewinnbringendes Geschäft: Einkauf 17 bis 18 Euro – Verkauf 30 bis 40 Euro. Allerdings war der Tscheche der Polizei aufgefallen und wurde überwacht, so gerieten auch die beiden ins Visier der Ermittler.

Nach der Wende war Helge W. ins Dresdner Rotlichtgeschäft eingestiegen – Spitzname „Bordellkönig“. In der Szene war er bekannt wie ein bunter Hund. Dann versuchte er sich im Kokainhandel, was gründlich schief ging, er wurde zu fünf Jahren und sieben Monaten verurteilt. Nach seiner Entlassung verdiente er sich sein Geld beim Pokern. Er reiste oft und lange zu Turnieren, was seiner Freundin nicht gefiel. So kam er auf die Idee mit dem Crystal. Dem 59-Jährigen drohen zwischen drei und vier Jahren Haft. Außerdem steht da noch eine zweijährige Bewährungsstrafe im Raum. Da könnten fast sechs Jahre Haft zusammenkommen – eine lange Zeit für einen 59-Jährigen.

Von Monika Löffler

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