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Essel Dresden baut Tubenproduktion aus

Verpackung macht den Unterschied Essel Dresden baut Tubenproduktion aus

Wegen steigender Nachfrage für Tuben aus Sachsen erweitert die Essel-Fabrik im Dresdner Norden ihre Produktions-Kapazitäten. Die Tochter der indischen Essel-Gruppe wird rund drei Millionen Euro in eine neue Schnelllauf-Tubenanlage investieren.

Hier entstehen im Eiltempo Tuben: Die Anlage dreht die bedruckten Kunststoff-Bahnen und setzt automatisch die Verschlüsse obendrauf.

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Wegen steigender Nachfrage für Tuben aus Sachsen erweitert die Essel-Fabrik im Dresdner Norden ihre Produktions-Kapazitäten. Die Tochter der indischen Essel-Gruppe wird rund drei Millionen Euro in eine neue Schnelllauf-Tubenanlage investieren. Das hat Geschäftsführer Matthias Lütkemeier von Essel Deutschland angekündigt.

„Wir arbeiten bereits im Drei-Schicht-betrieb“, erklärt er. „Da können wir nicht einfach eine Nachtschicht dranhängen, wenn wir Zusatzaufträge bekommen.“ Mit reichlich einer Million Tuben pro Tag sei die Fabrik inzwischen häufig bis an die Kapazitätsgrenzen ausgelastet.

Geschäftsführer Matthias Lütkemeier zeigt in der Essel-Fabrik die Laminat-Bahnen, aus denen die Maschine im Hintergrund Tuben dreht.

Geschäftsführer Matthias Lütkemeier zeigt in der Essel-Fabrik die Laminat-Bahnen, aus denen die Maschine im Hintergrund Tuben dreht.

Quelle: Anja Schneider

Steigende Nachfrage für die Kunststoff-Laminat-Tuben aus Dresden sieht der deutsche Essel-Chef aus dem Kosmetiksektor, vor allem von Herstellern von Haarfärbe-Mitteln. Gefragt seien aber auch Essel-Neuentwicklungen wie leicht wiederverwertbare Tuben aus einer Kunststoffart und puristische Designs.

Um allerlei Kundenwünsche bedienen zu können, hat Essel seit 1999 rund 30 Millionen Euro in die Fabrik im Technopark Nord investiert. Der größte Schritt war der vom reinen Tuben-Produzenten hin zum Druckbetrieb vor sechs Jahren: Seit die Dresdner die Bahnen aus laminierten (also mehrschichtig verklebtem) Kunststoff selbst bedrucken und veredeln können, spielen sie in einer höheren Liga.

Sie boten als Brachen-Pionier erstmals Kuriositäten wie „Wodka aus der Tube“ an, gewannen Designpreise für ihre im Metallic-Design veredelten Tuben. „Das war damals eine Revolution und wurde von anderen bald kopiert“, sagt Lütkemeier. Aber das sei nicht so schlimm, denn der Metallic-Trend schwäche sich aus ökologischen Gründen in der Tuben-Szene ohnehin wieder ab.

Seine Wurzeln hat der Betrieb in den 1917 gegründeten Leo-Werken Dresden, die für ihre Chlorodont-Tuben bekannt waren. Nach dem II. Weltkrieg wurden die Leo-Werke verstaatlicht und in den VEB Elbe-Chemie überführt. Daraus entstand nach der Wende die Dental-Kosmetik GmbH, die 1999 ihre Tubenproduktion ausgliederte und an Essel verkaufte. Heute realisiert der Betrieb in Dresden mit über 160 Mitarbeitern Jahresumsätze zwischen 30 und 35 Millionen Euro.

Die Fabrik habe sich einen so guten Ruf erarbeitet, dass renommierte Firmen wie L’Oréal, Kneipp und Dove den Dresdner ihre Marken anvertrauen, sagt Lütkemeier. Gerade bei Markenprodukten müsse alles bis ins letzte Detail stimmen, sonst werde der höhere Preis einer Markenware vom Endkunden nicht akzeptiert. „Machen wir uns nichts vor: Da macht die Verpackung den Unterschied.“

Von Heiko Weckbrodt

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