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"Es geht um jedes Gramm" - Mitarbeiter der Firma Höhne Elektro lassen das Blaue Wunder erstrahlen

"Es geht um jedes Gramm" - Mitarbeiter der Firma Höhne Elektro lassen das Blaue Wunder erstrahlen

Eine starke Nackenmuskulatur war gestern bei Arbeiten auf dem Blauen Wunder nötig. Mitarbeiter der Firma Höhne Elektro GmbH aus Radebeul waren dort nämlich mit der Feinjustierung der neuen Beleuchtung beschäftigt - und das in etwa drei Metern Höhe über dem Gehweg.

Von Christin Grödel

Blick nach oben, millimetergenaue Anweisungen und das Ergebnis überprüfen: Damit mühte sich Inhaber Frank Höhne etwa eine Stunde lang. "Es geht um jedes Gramm", umschrieb der 53-Jährige seine Aufgabe.

In der Tat ist die Ausrichtung der 60 LED-Strahler, deren jährlicher Verbrauch dem einer vierköpfigen Familie gleich kommt, eine spannende Sache. Zum einem dürfen die Leuchten Radfahrer nicht blenden. Zum anderen spielt das Thema Lichtverschmutzung eine große Rolle, wie Höhne erklärt. Man müsse aufpassen, dass nicht zu viel Licht in die Luft verpulvert wird, sondern sich im Fachwerk der Brücke verfängt. "Bei einer geschlossenen Fassade ist die Beleuchtung eine einfache Sache. Hier verfängt sich das Licht, das ist schon schwieriger. Aber wir sind froh und stolz, dass wir das Blaue Wunder erstrahlen lassen können", versichert Höhne. Diese Aufgabe sei zur Zeit sein Lieblingskind.

Aber die Arbeit hat sich gelohnt. Davon konnten sich Frank Höhne selbst aber erst am Donnerstag überzeugen, als die zum Schillergarten gelegene Brückenseite der gleichen Prozedur unterzogen wurde. Erst da waren alle Lichter zur selben Zeit zu sichtbar. Strenge Auflagen machten es nötig, dass jedes ausgerichtete Licht wieder abgedeckt werden musste, damit niemand das Endergebnis vor der feierlichen Übergabe bewundern konnte. "Wir sind sehr zufrieden", meint Höhne, der das letztendliche Ergebnis mit beiden beleuchteten Seiten aber auch noch nicht gesehen hat.

Schon seit dem 4. Oktober sind die Leute von Höhne Elektro auf der Brücke beschäftigt. Dass er und seine Arbeiter aber in Zeitverzug sind, wie in der vergangenen Zeit öfter kritisiert, weist Höhne scharf zurück. "Das stimmt nicht. Wir liegen voll im Plan". Auch über das Gerücht, die Lampen kämen aus Asien, kann er nur lachen. "Die Leuchten sind von einem Qualitätsunternehmen in Berlin", stellt der 53-Jährige klar.

Die feierliche Einweihung der Beleuchtung soll voraussichtlich am kommenden Freitag im Rahmen der Weihnachtsmarkteröffnung in Blasewitz stattfinden. Künftig wird das Blaue Wunder dann ab der Abenddämmerung in neuem Licht erstrahlen, im Sommer bis 1 Uhr und im Winter bis 23 Uhr. Der neue Glanz ist übrigens eine sehr kühle Lichtfarbe, wie Frank Höhne erklärte. Damit soll der Kontrast zum Stahl deutlich werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.11.2011

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