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Es geht um Leben und Tod - Uniklinik Dresden präsentiert Übungszimmer für Reanimation

Es geht um Leben und Tod - Uniklinik Dresden präsentiert Übungszimmer für Reanimation

Das ISIMED-Trainingszentrum am Dresdner Uniklinikum hat seine Räume für das Reanimationstraining ausgebaut. Studenten, Mitarbeiter und Ärzte in Weiterbildung können von nun an unter realistischen Bedingungen die notfallmedizinische Versorgung im häuslichen Umfeld trainieren.

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Veronika Krause (v) übt Herzdruckmassage, während Maxi Kurth den Defibrillator vorbereitet.

Quelle: Franziska Schmieder

Dazu gibt es jetzt in Haus 9 ein vollständig eingerichtetes Wohnzimmer mit angeschlossener Küche, in dem der Notfall mit modernen Puppen simuliert werden kann.  

Die angehenden Ärztinnen Maxi Kurth und Veronika Krause führten vor, was hier geübt wird und welche Probleme bei Notfällen außerhalb von Kliniken auftreten. Die lebensechten Puppen simulieren Atmung, Herztöne, Pulsschlag und auch Darmgeräusche. Ein Mitarbeiter steuert die Funktionen mittels Computer. Bei der Übung wird klar: Es ist einfach sehr wenig Platz in einem normalen Wohnzimmer. Da müssen einige Möbel verrückt werden und andere als Ablage für medizinische Gerätschaften herhalten.  

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Sebastian Brenner erklärt Reanimationsmöglichkeiten einem mehrere Monate alten Säugling.

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„Die Notfallmedizin ist ein Hochleistungsbereich. Es müssen unter Zeitdruck und wechselnden Bedingungen schnelle Entscheidungen gefällt werden“, erklärt Thea Koch, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie. Im Trainingszentrum lernen oder üben die Mediziner unter Stress, aber ohne direkte Lebensgefahr für den Patienten. „So können wir Ängste nehmen und auch die Bereitschaft steigern, Notfalldienste zu übernehmen“, fügt Michael Müller, der Leiter des Simulationszentrums, hinzu. Denn diese Dienste übernehmen qualifizierte Ärzte in ihrer Freizeit zusätzlich zum normalen Arbeitspensum.  

Insgesamt sind im ISIMED neun verschiedene Übungszimmer eingerichtet, darunter auch ein kompletter OP-Saal, ein Schockraum und eine Kinderintensivstation, denn die Wiederbelebung von Kindern ist besonders heikel. Auch Mitarbeiter anderer Kliniken aus ganz Deutschland kommen zum Training nach Dresden. Pro Jahr werden rund 3200 Personen geschult. Das eigene Personal wird regelmäßig trainiert und das mit messbaren Erfolgen: So erreicht die Überlebensrate von Patienten, die in der Uniklinik einen Kreislaufstillstand erlitten, 2013 im Vergleich des Deutschen Reanimationsregistern einen Spitzenplatz.  

Wie genau die Trainings aussehen, welche Reanimationstechniken es gibt und wie sich Laien im Notfall verhalten sollten, erklären die Mitarbeiter am Freitag zur Langen Nacht der Wissenschaften ab 20.30 Uhr.

Franziska Schmieder

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