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Erstmals Dividende: Verbio fährt Rekordergebnis ein

Erstmals Dividende: Verbio fährt Rekordergebnis ein

Der Biokraftstoffhersteller Verbio hat das vergangene Geschäftsjahr 2014/15 (30. Juni) als das erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Sowohl bei der Produktionsmenge als auch beim Ergebnis verbuchte das ostdeutsche Unternehmen mit Sitz in Zörbig und Hauptverwaltung in Leipzig Rekorde.

Mit knapp 51 Millionen Euro beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebidta) ist ein "Bestwert seit dem Börsengang 2006 erzielt worden", betonte Vorstandschef Claus Sauter gestern bei der Bilanzvorlage. Das sei eine Steigerung um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewesen. Beim Vorsteuerergebnis Ebit lag das Plus sogar bei 161 Prozent mit 28,5 Millionen Euro.

"Dies ist ein hervorragendes Resultat. Darüber sind wir sehr glücklich", sagte Sauter stolz. Gegenüber 2012/13 sei damit eine Verfünfzehnfachung des Ergebnisses erreicht worden. Allerdings, so räumte der Manager ein, hätten damals Billigimporte etwa aus Argentinien und Asien das Verbio-Geschäft verhagelt. Steil bergauf ging es wieder bei der Produktionsmenge. "Hier haben wir ein Allzeithoch geschafft." Insgesamt 690 970 Tonnen Biodiesel und Bioethanol wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr hergestellt. Das sei eine Steigerung um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen damit "einen Überschuss von rund 26 Millionen", wie Sauter erklärte.

Erstaunlich dabei: Trotz der Rekorderzeugung sind die Umsätze gefallen. "Das ist der Tatsache geschuldet, dass die Rohstoffpreise für Rapsöl, Raps und Getreide gewaltig eingebrochen sind." Dies habe die Verbio-Produkte entsprechend verbilligt und auf die Erlöse durchgeschlagen - mit einem Rückgang von 100 Millionen Euro. Zugleich "haben wir den Handel mit fossilen Kraftstoffen eingestellt - das waren Einbußen in Höhe von 22 Millionen Euro", sagte Sauter. Insgesamt verbuchte Verbio einen Umsatz von 618,5 Millionen Euro, nach 734 Millionen ein Jahr zuvor. Da durch effizientes Wirtschaften die Gewinnsituation so erfreulich sei, werde der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Aktionären erstmals eine Dividende auszuschütten - und zwar zehn Cent je Aktie.

Verbio sei längst nicht mehr ausschließlich ein Biokraftstoff-Hersteller, sondern setze verstärkt auf Forschung und Entwicklung. So sei es etwa in der Anlage in Schwedt gelungen, Biomethan 100-prozentig aus Stroh herzustellen. Aus vier Ballen - also zwei Tonnen Stroh - "erzeugen wir hier soviel Gas, das den Jahreskraftstoffverbrauch eines erdgasbetriebenen VW-Passat deckt." Damit könne er 11 000 Kilometer zurücklegen. Diese umweltfreundliche Technologie gewinne angesichts der aktuellen Debatte um manipulierte Abgaswerte zusätzliche Bedeutung.

Sauter will die positive Entwicklung Verbios verstetigen. Deshalb sollen 2015/16 an den Standorten Bitterfeld und Schwedt insgesamt 9,5 Millionen investiert werden. Die Zahl der Mitarbeiter bleibe stabil.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2015

Ulrich Langer

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