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Erster Tuifly-Ausfall in Sachsen trifft Dresden

Kreta-Flug gestrichen Erster Tuifly-Ausfall in Sachsen trifft Dresden

Die massiven Ausfälle bei Tuifly haben jetzt auch Sachsen erreicht: In Dresden fiel der erste Flug aus. Die Verbindung von und nach Heraklion auf der griechischen Insel Kreta wurde gestrichen. Das war der erste Tuifly-Ausfall in Sachsen, sagte ein Airport-Sprecher. Bisher war Sachsen von den seit Tagen andauernden Ausfällen verschont geblieben.


Quelle: dpa

Hannover/Dresden. Die massiven Ausfälle bei Tuifly haben jetzt auch Sachsen erreicht: In Dresden fiel gestern der erste Flug aus. Die Verbindung von und nach Heraklion auf der griechischen Insel Kreta wurde gestrichen. Das war der erste Tuifly-Ausfall in Sachsen, sagte ein Airport-Sprecher. Bisher war Sachsen von den seit Tagen andauernden Ausfällen verschont geblieben. Der freitägliche Heraklion-Flug ist die einzige Tuifly-Verbindung in Dresden. Leipzig/Halle wird überhaupt nicht angesteuert.

Nachdem bei dem Tui-eigenen Ferienflieger am Freitag fast alle Verbindungen ausfielen, will Tuifly ab Sonntag wieder zum normalen Flugplan zurückkehren. Dann sollten voraussichtlich 115 Flüge starten, teilte die Airline noch am Freitagabend mit. Am heutigen Samstag müssten jedoch noch einmal 118 Flüge gestrichen werden, 9700 Passagiere waren insgesamt betroffen. Nur zehn Flüge konnten stattfinden.

Auch die Partner-Airline Air Berlin musste rund 50 Flüge absagen und rechnet mit weiteren Flugausfällen. Denn Air Berlin hat von Tuifly einige Boeings samt Crew gemietet. In Sachsen gab es bisher keine Auswirkungen. In Schkeuditz hat Air Berlin zwei eigene Airbusse stationiert und ist daher nicht auf Tuifly angewiesen. In Dresden steht eine Propellermaschine der Luftfahrtgesellschaft Walter, die für Air Berlin unterwegs ist.

Schon seit Wochenanfang sorgen massive Krankmeldungen bei Tuifly für Pro bleme. Als Grund gilt der geplante Zusammenschluss mit Teilen von Air Berlin. Das Bekanntwerden der Pläne habe die Mitarbeiter tief verunsichert, sagte der Chef der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, dem MDR. Sie wüssten nicht, wie es weitergehen solle. Damit seien sie laut Gesetz nicht flugtauglich. Baublies: „Wenn ich den Kopf nicht frei habe, darf ich auch nicht fliegen.“ Zugleich lehnte er jegliche Verantwortung für die Krankmeldungen ab. „Das ist definitiv kein Mittel zum Arbeitskampf für uns.“

Entschädigungen will Tuifly den betroffenen Kunden nicht zahlen. Die massiven Krankmeldungen seien höhere Gewalt. Verbraucherschützer sehen das anders. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einer inakzeptablen Situation. „Die Airlines müssen ihrer Verantwortung gegenüber den Fluggästen nachkommen“, sagte er. „Interne Konflikte müssen am Verhandlungstisch ausgetragen werden und nicht auf den Rücken der Passagiere.“

Von Frank Johannsen

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