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Erster Spargel von beheizten Feldern - Verkaufsstart in Dresden

Erster Spargel von beheizten Feldern - Verkaufsstart in Dresden

Unglaublich, aber wahr: Die Spargelernte in Sachsen hat begonnen. Die ersten weißen Stangen sind - frisch gestochen - bereits in Dresden zu haben. Verkauft wird schon auf dem Sachsenmarkt an der Lingnerallee, auf den Wochenmärkten am Schillerplatz und in Radebeul-Ost, auf der Meißner Straße am Ortsausgang Radebeul Richtung Coswig und direkt am Spargelfeld in Weißig.

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Dank Warmwasser-Heizung mit Biogas-Antrieb bereits jetzt schon frisch erhältlich: Die ersten Wochenmärkte haben mit dem Spargel-Verkauf begonnen.

Quelle: Roland Weihrauch/dpa

Eigentlich wird die Spargelernte offiziell immer erst Ende April eingeläutet. Doch weil der in Klingenhain ansässige Spargelbauer Josef Brummer 20 seiner 100 Hektar Anbaufläche beheizt, kann er schon jetzt mit dem Edelgemüse auftrumpfen. Brummer nutzt zum Heizen seiner Spargelfelder - zum Beispiel zwischen Weißig und Ullersdorf - die Abwärme der Biogasanlage. Etwa ab Mitte Dezember fließt durch Rohre in der Erde 35 Grad warmes Wasser. Zudem wird der Boden mit Folie abgedeckt. "Vor drei Wochen haben wir den ersten Spargel gestochen", gibt Josel Brummer Auskunft. So viel Aufwand hat natürlich seinen Preis. Je nach Spargelqualität lag der zum Verkaufsstart diesmal zwischen 5,50 und zwölf Euro pro Kilo.

Auch viele andere Spargelbauern versuchen - zum Teil mit zweifarbiger Folie - die Ernte früher herbeizuführen. Erst kommt die schwarze Seite nach oben, um die Sonne "anzuziehen" und den Boden zu erwärmen. Wenn es heißer wird, drehen die Spargelbauern dann die weiße Seite nach oben. Diese reflektiert das Sonnenlicht, so dass sich der Erddamm, in dem der Spargel wächst, nicht zu sehr erwärmt.

Der sächsische Anteil an der deutschen Spargelanbaufläche beträgt etwa ein Prozent. Nach der schlechten Ernte 2010 ging es für die Spargelbauern 2011 wieder aufwärts. Die Gesamterntemenge betrug im vergangenen Jahr 674,2 Tonnen, so die Auskunft aus dem Statistischen Landesamt Kamenz. 2010 war es mit 678,3 Tonnen zwar etwas mehr Spargel. Doch das Rätsel löst sich, wenn man die Anbaufläche betrachtet. Die sank nämlich von rund 227 Hektar im Jahr 2010 auf etwa 189 Hektar im Jahr 2011. Der Durchschnittsertrag stieg von 29,9 Dezitonnen pro Hektar 2010 auf von 35,6 Dezitonnen pro Hektar. Die Zahl der Betriebe, die Spargel anbauen, ist weiter rückläufig. 2010 waren es 21, im vergangenen Jahr 20. "Jetzt sind es noch 18", gibt Holger Schöne, Vorsitzender des Spargelverbandes Sachsen, Auskunft.

Eine Ernteprognose für dieses Jahr wagt Schöne noch nicht. "Erfroren ist der Spargel nicht. Aber welche Schäden er hinterlassen hat, das sieht man erst anhand der Qualität des Spargels bei der Ernte." Catrin Steinbach

Der Spargelverkauf erfolgt derzeit auf den Wochenmärkten zu den dort üblichen Öffnungszeiten, ansonsten immer Do./Fr. 8 bis 17 Uhr und Sa. 8 bis 15 Uhr. Am Feld in Weißig kann man Do. bis So. von 8 bis 17 Uhr Spargel kaufen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.03.2012

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