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Erste Open-Topic-Professuren an der TU Dresden sind besetzt

Erste Open-Topic-Professuren an der TU Dresden sind besetzt

Die Technische Universität (TU) Dresden hat gestern die ersten drei von insgesamt zehn neuen Open-Topic-Professoren vorgestellt. Laut Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen wurden die überdurchschnittlich gut ausgestatteten Professuren thematisch völlig frei ausgeschrieben.

"Das ist ein ganz neuartiges Programm im Wettstreit um die weltweit besten Köpfe für Forschung und Lehre. Mit der Besetzung der Stellen ist ein großer Meilenstein bei der Umsetzung unseres Zukunftskonzeptes erreicht", erklärte Müller-Steinhagen.

Das so genannte "Zukunftskonzept" bildete den Kern bei der Bewerbung für die Exzellenzinitiative, in der die TU Dresden vor zwei Jahren in allen drei Förderlinien punkten konnte. Aus diesem Budget finanziert die Hochschule die Open-Topic-Professuren bis 2017 mit rund 20 Millionen Euro. Insgesamt 1340 Bewerbungen gingen Müller-Steinhagen zufolge ein, davon fast jede Zweite aus dem Ausland. Selbst Wissenschaftler von außerordentlich renommierten Universitäten wie Harvard, Stanford und Cambridge interessierten sich für die Ausschreibung aus Dresden. "Die Fülle und Qualität der Bewerbungen hat gezeigt, dass die TU Dresden sowohl national als auch international als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird. Der Zugewinn an Innovationskraft und interdisziplinärem Forscherdrang ist enorm und für mich Bestätigung, dass unser Konzept für die Open-Topic-Professuren aufgeht", betonte der Rektor. Dennoch werde dieses Modell nicht das etablierte Berufungsverfahren ersetzen können, da die TU den Bereich der Lehre abdecken müsse. Ganz im Sinne des Humboldtschen Bildungsideals haben die neuen Open-Topic-Professoren neben ihren Forschungsleistungen gewisse Lehrtätigkeiten zu erbringen. Für die Anfangsphase wurde das Lehrdeputat allerdings gegenüber dem üblichen halbiert - auf vier Semesterwochenstunden. Eine 12-köpfige externe Findungskommission, der unter anderem Ex-DFG-Präsident Matthias Kleiner angehörte, traf sich in einem Konferenzraum des Frankfurter Flughafens und sichtete die 1340 Bewerbungen, bis am Ende 26 übrig blieben. Erst ab da waren Müller-Steinhagen und die Fakultäten in den Auswahlprozess eingebunden. "Die neuen Professoren werden die gesamte Universität nachhaltig bereichern und stärken", sagt Prof. Matthias Klinghardt, der Sprecher des Bereiches Geistes- und Sozialwissenschaften der TU Dresden.

Von den zehn ausgeschriebenen Open-Topic-Professuren sind aktuell sieben besetzt, die Verträge für die übrigen drei sollen bis Herbst unterschrieben sein. Den Ruf nach Dresden angenommen haben Prof. Lars Koch (Medienwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur), Prof. Daniel Balzani (Mechanik), Prof. Sabine Müller-Mall (Rechts- und Verfassungstheorie), Prof. Andrés Fabián Lasagni (Laserbasierte Methoden der großflächigen Oberflächenstrukturierung), Prof. Martin Keller-Ressel (Stochastische Analysis und Finanzmathematik), Prof. Sebastian Diehl (Quantenoptische Vielteilchentheorie) und Prof. Martin Rohrmeier (Systematische Musikwissenschaft).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.06.2014

Christoph Stephan

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