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Erste Hilfe und Sandsackstapeln: THW-Nachwuchs misst Kräfte in Dresden

Erste Hilfe und Sandsackstapeln: THW-Nachwuchs misst Kräfte in Dresden

„Dominik, wir heben dich jetzt auf die Trage.“ Ganz behutsam sprechen die THW-Mitglieder mit dem verletzten Jungen, ehe sie ihn gekonnt auf die Pritsche betten und zum Krankenwagen bringen.

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Sogar die Jüngsten packten kräftig mit an.

Quelle: Tanja Tröger

Alltag im Rettungswesen. Beinahe. Denn die blau-gelben Helfer in der Not sind gerade mal elf, zwölf Jahre alt. Ihr Einsatz ist nicht echt, sondern Teil des Landesjugendwettkampfes in Dresden. Dabei hat am Sonnabend der Nachwuchs des Technischen Hilfswerkes (THW) Sachsen/Thüringen das beste Jugendteam ermittelt. Sachsens Innenminister Ulbig hatte die Schirmherrschaft übernommen. „Ich bin froh, dass sich junge Leute freiwillig für die Gesellschaft engagieren – das ist leider nicht selbstverständlich“, lobte er den Einsatz der Mädchen und Jungen.

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Beim Landesjugendwettkampf zeigte der THW-Nachwuchs, was er in Sachen Krankenversorgung und Technische Hilfeleistung drauf hat.

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Unter dem Motto „Stark wie August“ waren zwölf gemischte Mannschaften auf dem Dresdner Antonsplatz angetreten, um herauszufinden, wer am sichersten Verletzte versorgen, Sandsäcke stapeln, Unfallorte beleuchten und mit schwerem Gerät umgehen kann. Welche Aufgaben genau die zehn bis 17 Jahre alten Jugendlichen zu erfüllen hatten, erfuhren sie erst vor Ort. Diesmal lagen zwei Kranke auf dem Asphalt, einer mit Hitzschlag, der andere mit Unterschenkelbruch. Täuschend echt sah das aus – dank des Schminkteams vom Deutschen Roten Kreuz und der Statisten, die schmerzverzerrte Gesichter zogen und nur mit schwacher Stimme auf Fragen reagierten.

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Kaum waren Rettungsfolien und Mullbinden weggeräumt, stapelten die Mädchen und Jungen Sandsäcke zu einem Schutzwall, stellten einen 1000-Watt-Scheinwerfer auf und sägten Holzbalken passgenau zurecht. Erstaunlich konzentriert und gewissenhaft waren sie bei der Sache, und sogar die Zierlichsten packten ordentlich mit an. Am Ende kürten die Schiedsrichter das gemeinsame Team der Ortsverbände Annaberg und Aue-Schwarzenberg sowie die Jugendlichen aus Suhl zu den Siegern. Sie dürfen 2014 beim Bundesjugendwettkampf in Nordrhein-Westfalen gegen die Besten der übrigen Bundesländer antreten. Die Junghelfer vom Rennsteig haben bereits Erfahrung, sie vertraten Thüringen schon 2012.

Der Landesjugendwettkampf findet aller zwei Jahre im Rahmen des Landesjugendlagers statt. Bereits seit Mittwoch campieren rund 350 THW-Steppkes von 24 Jugendgruppen aus ganz Sachsen und Thüringen nahe der Elbe an der Pieschener Allee. Das Freizeitprogramm war vollgepackt: „Wir haben eine Stadtrallye und eine Fahrradtour gemacht, sind mit der Bergbahn in die Dresdner Heide hochgefahren und waren im Gasometer. Das hat mir am besten gefallen“, sagte der 11-jährige Leonard Möbius. Gemeinsam mit seinem gleichaltrigen Kumpel Christian Neumann ist der Görlitzer seit etwa einem Jahr bei der THW-Jugend. „Am besten find ich den Greifzug, damit kann man schwere Lasten von einem Ort zum anderen ziehen. Aber das kommt heute beim Wettkampf nicht dran.“

ttr

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