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Erste Flüchtlinge in Großzelt am Dresdner Finanzamt - Wintervariante für Bremer-Straße-Camp gesucht

Erste Flüchtlinge in Großzelt am Dresdner Finanzamt - Wintervariante für Bremer-Straße-Camp gesucht

Am Abend haben die ersten Asylbewerber das Großzelt an der Schnorrstraße in Dresden bezogen. Das Technische Hilfswerk (THW) hatte das Zelt, in dem 200 Menschen unterkommen sollen, gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) aufgebaut.

Ein Sprecher des DRK hatte noch am späten Dienstagnachmittag gesagt, dass mit der Ankunft der Flüchtlinge erst am Mittwoch gerechnet werde.

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Innerhalb von 24 Stunden haben THW und DRK an der Schnorrstraße ein Großzelt für Flüchtlinge aufgebaut. Mindestens ein weiteres soll folgen. Die ersten Asylsuchenden ziehen wahrscheinlich am Dienstag ein.

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In den nächsten Tagen soll mindestens noch ein weiteres Zelt, eventuell noch ein drittes errichtet werden, so Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Montag. Der Pressesprecher des THW Dresden hat bislang nach eigenen Angaben nur Kenntnis von der Errichtung eines Zeltes. Um seine Familie zu schützen, will er seinen Namen nicht in der Zeitung lesen. "In den letzten Wochen ist einfach zu viel passiert, wie die Angriffe auf die Helfer des DRK beim Zeltaufbau an der Bremer Straße", so der Sprecher auf DNN-Anfrage. Am Montagmorgen um 9 Uhr haben die Ehrenamtlichen des THW begonnen, den Platz an der Schnorrstraße für das Zelt vorzubereiten.

Heizung und warme Schlafsäcke gegen niedrige Temperaturen

Schotter wurde zur Befestigung des Bodens verteilt und verdichtet. Eine Fremdfirma hat den Aufbau des Zeltes übernommen. Den Holzfußboden baute das THW danach ein, dieser soll die Kälte aus dem Boden abhalten. Das Zelt wird mit einer Heizung ausgestattet, um die Flüchtlinge vor den kalten Temperaturen in der Nacht zu schützen, so der Sprecher. Laut DRK-Sprecher Torsten Wieland werden in dem Zelt Feldbetten wie im Camp an der Bremer Straße aufgestellt. Jeder Flüchtling erhält einen Schlafsack mit einem Komfortbereich bis -5 Grad Celsius.

In der Nacht zu Dienstag war das THW mit 47 Personen im Einsatz, darunter auch Kameraden aus Görlitz, Zittau und Borna. Alle Helfer sind Ehrenamtler, die für die Einsätze von ihren Arbeitgebern freigestellt werden. Am Dienstagnachmittag arbeitete bereits die dritte Schicht der Ehrenamtler. Nach einer zehnmonatigen Grundausbildung und einer Fachausbildung mit einer Spezialisierung auf Bergungsmethoden oder Arbeit mit Pumpen können die THW-Helfer bundesweit eingesetzt werden. Jede Gruppe sei so ausgebildet, das sie eine andere im Bedarfsfall problemlos ersetzen kann, so der Pressesprecher.

Ziel sei es, so der Innenminister am Montag, bis Ende Oktober für alle Flüchtlinge ein festes Dach über dem Kopf zu schaffen, so Ulbig. Am Wochenende sind insgesamt 273 Flüchtlinge, hauptsächlich aus Syrien und dem Irak, in der Turnhalle der Offizierschule des Heeres an der Marienallee untergebracht worden. Geplant sei die Unterbringung erstmal für zwei Wochen, das letzte Wort dazu sei aber noch nicht gesprochen, so der Minister. Unter den Flüchtlingen sind 80 Kinder. In den ersten Tagen haben sich Mitarbeiter des THW und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) intensiv um die Betreuung und Versorgung gekümmert. Seit Montag unterstützt die Volkssolidarität bei der Essensverteilung.

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Flüchtlinge aus Ungarn kommen in Offiziersschule des Heeres in Dresden an

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In der Kaserne der Offiziersschule wurden am Wochenende über 550 Asylsuchende einquartiert.

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dpa-Fotograf bei neuem Großzelt angegriffen

Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist am Dienstag beim Ablichten einer neuen Flüchtlingsunterkunft angegriffen und leicht verletzt worden. Ein 46-Jähriger solle den Bildjournalisten beleidigt und gegen dessen Auto geworfen haben, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben von Augenzeugen wurde der Fotograf mit den Wort „Lügenpresse“ und „Verleumder“ beschimpft. Bei der Rangelei wurden eine Kamera und das Auto beschädigt. Der Angreifer wurde von der Polizei mitgenommen und verhört. Der Fotograf erstattete Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung.

Zuvor war die Lage am Großzelt in der Nacht und am Vormittag ruhig gewesen, so Polizeisprecherin Jana Ulbricht auf DNN-Anfrage. Es hätte zwar einige Schaulustige gegeben, aber keine Notwendigkeit für einen Polizeieinsatz. Man wolle nun prüfen, ob eine dauerhafte Präsenz der Polizei vorläufig nötig sei. Im Internet wird für den Mittwochabend im Bereich der Schnorrstraße zu einer Demonstration von Rechtsradikalen und Gegenveranstaltungen aufgerufen.

Winter-Variante für Zeltstadt Bremer Straße fehlt

Wie das DRK weiter mitteilte, suche man "im Verbund mit der Landesdirektion Sachsen aktuell mit Hochdruck nach einer 'Wintervariante'" für das Zeltlager an der Bremer Straße. "Die jetzigen Zelte können nicht beheizt oder sinnvoll gedämmt werden", so DRK-Sprecher Torsten Wieland. Zwar habe jeder Flüchtling einen Schlafsack mit einem Komfortbereich bis -5 Grad Celsius bekommen. Doch bei dauerhaft niedrigen Temperaturen, Windzug und Nässe wärmt auch der nicht mehr ausreichend. Deshalb gebe man vermehrt Decken aus. Es gäbe "einzelne Erkältungsfälle", die entweder direkt im Zeltlager oder in der Flüchtlingsambulanz Fiedlerstraße behandelt würden, so Wieland. In dem Camp sind permanent rund 1000 Menschen untergebracht, davon 140 Kinder (Stand Montag).

Julia Vollmer/ttr/dpa

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