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Eröffnung ohne Glückwünsche - Frida wieder in der Dresdner Centrum-Galerie

Eröffnung ohne Glückwünsche - Frida wieder in der Dresdner Centrum-Galerie

Gestern hat der Laden der Konsumgenossenschaft im Kellergeschoss der Centrumgalerie wiedereröffnet. Damit kommt das Unternehmen einer Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Dresden nach.

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Konsum-Vorstand Roger Ulke musste sich (vorerst) vor Gericht geschlagen geben und die Frida-Filiale in der Centrum-Galerie wiedereröffnen. Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Marktes im Kellergeschoss des Einkaufszentrums ist aber noch nicht gefallen.

Quelle: Martin Förster

Frida ist wieder da. Von christoph springer

Der 5. OLG-Senat hatte Mitte Oktober entschieden, dass der Konsum seine Filiale "unverzüglich" wiedereröffnen muss.

Ein knappes Dutzend Kunden hatte sich vor den Glastüren versammelt, bevor gestern Punkt 9.30 Uhr die Ladentür aufgeschlossen wurde. "Schön, dass sie wieder da sind", sagte eine der ersten Kundinnen, während sie an Konsumvorstand Roger Ulke vorbeistürmte. Der stand mit süßsaurem Lächeln im Kassenbereich des umgeräumten Geschäfts und beobachtete das Geschehen. Deutlich mehr Vergnügen hatte er Stunden zuvor, als die sanierte Frida-Filiale an der Karcherallee wiedereröffnet worden war. Die Veranstaltung im Kellergeschoss der Centrumgalerie war für ihn eine Pflichtveranstaltung, gewiss nicht die schönste in seiner Amtszeit als Konsumvorstand. "Wir sind hier drin auf Geheiß des Gerichts", beschrieb er seine Position, über seine Gefühle dabei wolle er lieber nicht sprechen. "Wir sollten hier schnellstmöglich, ohne schuldhafte Verzögerung wiedereröffnen", erklärte er die Entscheidung des Gerichts, das sei nun geschehen. "Wir bieten dasselbe Sortiment an", so der Konsumchef, mehr als 10000 verschiedene Artikel seien bei "Frida" in der Centrumgalerie zu haben. Neu: Jetzt gibt es auch Tiernahrung, Waschmittel und ein Regal mit Hauhaltswaren. Der Platz dafür wurde gewonnen, weil die Frischetheken raus sind, an denen man sich unter anderem Käse und Fleisch wunschgerecht portonieren und verpacken lassen konnte.

Dass diese Theken beschlagen sind, war Auslöser des Streits zwischen dem Konsum und der Centrumgalerie. Die Genossenschaft monierte ungenügende klimatische Bedigungen und verabschiedete sich im Juli aus der Centrum-Galerie. Die Verantwortlichen des Einkaufszentrums wollten diese Kritik nicht gelten lassen und gingen vor Gericht. Zuerst wurde im Landgericht verhandelt, dort fiel eine Entscheidung pro Konsum. Die Verantwortlichen der Centrum-Galerie gaben sich damit nicht zufrieden, im sogenannten Eilverfahren kam der OLG-Spruch gegen den Konsum zustande. Die endgültige Entscheidung steht noch aus, wann im sogenannten Hauptsacheverfahren verhandelt wird, ist offen.

Im "neuen" Markt der Konsumgenossenschaft in der Centrum-Galerie arbeiten 18 Angestellte, 24 waren es bis Juli. "Alle Regale waren noch da, wir mussten sie nur wieder einräumen", beschreibt Ulke den Aufwand, der vor der Wiedereröffnung betrieben wurde. Mit Sonderrabatten auf Lebensmittel lockt er nun die Kunden zurück in das Geschäft. Centrum-Galerie-Chef Jan Harm konnte gestern aber noch nicht einmal die Wiedereröffnung in die Frida-Filiale locken. "Ich hätte mich über Glückwünsche gefreut", sagte Ulke.

Die Centrum-Galerie belegt Platz 149 von 158 deutschen Einkaufszentren, die im Rahmen einer Shoppingcenter-Studie von ihren Mietern bewertet wurden. Bewertungsmaßstab war dabei der Umsatz, mitmachen durften nur Einkaufstempel mit mehr als 10 000 Quadratmetern Geschäftsfläche. Zu dieser Kategorie gehören in Dresden auch der Elbepark, der Kaufpark Dresden in Nickern und die Altmarkt-Galerie. Die vom Unternehmen ECE betriebene Altmarkt-Galerie haben die Verfasser der Studie von der Teilnahme ausgeschlossen weil ohnehin mehr als 50 Prozent der darin aufgelisteten Center von diesem Unternehmen betrieben würden, so Christoph von Schwanenflug von der "Immobilien Zeitung", einem der Partner, die die Studie angefertigt haben. Der Kaufpark Dresden belegt Platz 25, berichtete Schwanenflug, der Elbepark landete den 18. Platz. Sieger wurde ein Einkaufszentrum in Kiel, Schlusslicht ein neuer Shoppingtempel in München.

www.iz.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.11.2011

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