Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Ernstfall kurz nach der Übung - Stadtentwässerung Dresden hat sich intensiv auf das Hochwasser vorbereitet

Ernstfall kurz nach der Übung - Stadtentwässerung Dresden hat sich intensiv auf das Hochwasser vorbereitet

Was für eine weise Voraussicht: Am 29. Mai hatte die Stadtentwässerung Dresden (SEDD) den Ernstfall geprobt. Alle zwei Jahre finden laut SEDD-Sprecher Torsten Fiedler Hochwasserschutzübungen statt.

"Dabei haben wir zum Beispiel festgestellt, dass sich an einem Betriebsgebäude eine Treppe abgesenkt hat und die Flutsicherung nicht mehr exakt passte. Das wurde repariert." Keine Minute zu spät: Jetzt ist Ernstfall auf der Kläranlage in Kaditz, die Elbe bedroht die Dresdner Abwasserentsorgung.

Wobei ein Überfluten der Kläranlage erst Phase 3 des Krisenszenarios wäre. Damit es nicht so weit kommt, haben die Mitarbeiter ein mobiles Flutschutzsystem errichtet, das die Kläranlage nicht nur von der Elbe, sondern auch von der Scharfenberger Straße abschirmt. 2002 drang nämlich das Wasser nicht vom Fluss in die Kläranlage, sondern bei einem Pegel von 8,78 Metern von einem Nachbargrundstück. Mobile Systeme bergen allerdings gewisse Gefahren in sich, etwa wenn die Folie reißt. Argwöhnisch wird deshalb von SEDD-Mitarbeitern jedes Fahrzeug beobachtet, das den Barrieren zu nahe kommt.

Gestern Mittag war es noch trocken in Kaditz, aber Bauarbeiter baggerten am Elbdamm. Mit 150 Lkw-Ladungen Sand und Kies wurde der Dammfuß verbreitert, damit der natürliche Hochwasserschutz stabiler steht. An mehreren Stellen wurde das Erdreich mit Folien abgedeckt. "Wir tun alles, um den Ernstfall zu vermeiden", so der Unternehmenssprecher.

Phase 1 des Krisenszenarios ergoss sich schon am Wochenende über die SEDD: Während bei trockenem Wetter 1500 Liter Abwasser pro Sekunde in Kaditz ankommen, spülte es wegen der starken Regenfälle 11 000 Liter pro Sekunde durch die Kanäle. Das 2010 fertiggestellte Hochwasserpumpwerk in der Johannstadt sorgte für Entlastung und reduzierte den Zulauf. Phase 2 startete mit der Evakuierung von Gohlis und Zschieren. "Wo Gebiete überflutet sind, können wir auch kein Abwasser mehr entsorgen", erklärt Fiedler. Die Pumpwerke seien außer Betrieb genommen worden, Wasser trete in die Kanalisation ein.

Noch geht es um Flächenschutz auf der Kläranlage. Sollte das Wasser trotzdem kommen, geht es um den Schutz der einzelnen Objekte, erklärt Fiedler. Dann werden Maschinen demontiert und Tore und Eingänge fest verschlossen. Im Pumpenwerk wurde ein mobiles Pumpwerk erhöht aufgestellt, das das Wasser schnell wieder abpumpen kann. Falls es erforderlich ist.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.06.2013

Thomas Baumann-Hartwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.