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Erneut Warnstreiks im öffentlichen Dienst – DVB-Fahrer legen Berufsverkehr lahm

Erneut Warnstreiks im öffentlichen Dienst – DVB-Fahrer legen Berufsverkehr lahm

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben am Donnerstagmorgen weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen. In Dresden legten in der Frühschicht kurzfristig rund 900 Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe (DVB) für etwa vier Stunden den Berufsverkehr lahm.

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Mit einer Kundgebung durch die Innenstadt werden die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes am Donnerstag ihren Forderungen Nachdruck verleihen.

Quelle: dpa

„Alle Busse und Bahnen sind am Morgen in ihren Depots geblieben", sagte Verdi-Sprecher Gerd Doepelheuer. Seit 8 Uhr normalisiert sich der Verkehr langsam wieder, es ist jedoch weiterhin mit Unregelmäßigkeiten und Fahrplanabweichungen zu rechnen.

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Viele Fahrgäste waren überrascht vom Streik. Auch die DVB konnten sich nicht vorbereiten.

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Die Gewerkschaft begründete die Streiks bei den DVB mit dem geringen Lohnniveau. Ein Straßenbahnfahrer erhalte im Einstieg 1610,46 Euro was bei 174 Stunden im Monat einem Stundenlohn von 9,25 Euro entspricht. Durch die Restrukturierung des Unternehmens sei 1999 der Lohn eingefroren worden, danach habe es nur geringe Tariferhöhungen gegeben. Seit 2009 ist das Einkommen über den Tarifvertrag für den Nahverkehr in Sachsen an den Abschluss des öffentlichen Dienstes gekoppelt.

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Tausende Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zogen am Donnerstag streikend durch Dresden.

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Das Ziel für die DVB-Beschäftigten ist deshalb das gleiche wie bei Kindergärtnern und Stadtverwaltung, die heute ebenfalls streiken. Die Gewerkschaften fordern für sie einen um 6,5 Prozent und mindestens 200 Euro höheren Lohn. Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber sei für Verdi inakzeptabel. Wegen der Laufzeit von zwei Jahren läge die Erhöhung bei 1,77 Prozent. "Damit wird nicht annähernd die Inflationsrate von 2,5 ausgeglichen", argumentierte Erik Molkenthin, Sprecher von Verdi Dresden.

Mit einer Kundgebung durch die Innenstadt werden die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes am Donnerstag ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Ab 8 Uhr versammeln sich unter anderem Mitarbeiter von Stadtverwaltung, Kindertagesstätten, Bundeswehr, Agentur für Arbeit sowie Angestellte des Wasser- und Schifffahrtsamtes Dresden vorm Volkshaus am Schützenplatz. Ab 10.30 Uhr wollen sie durch die Innenstadt zum Dr.-Külz-Ring ziehen. Ebenfalls zum Arbeitskampf aufgerufen wurden die Beschäftigten der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und der Sparkasse Meißen.

dpa / Stefan Schramm

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