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Erneut Unwetter über Sachsen – Dresdner Feuerwehr gleich zwei Mal im Dauereinsatz

Erneut Unwetter über Sachsen – Dresdner Feuerwehr gleich zwei Mal im Dauereinsatz

Ein erneutes Unwetter hat in der Nacht zum Mittwoch in weiten Teilen Sachsens für Schäden und Verkehrsbehinderungen gesorgt. In und um Dresden stürzten an vielen Stellen Bäume um und sorgten für gesperrte Straßen, als das Gewitter am frühen Morgen das Stadtgebiet erreichte.

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Quelle: Stephan Lohse

Am späten Vormittag erreichte ein weiteres Gewitterbebiet die Stadt.

Erst wurde die Stadt am Mittwochmorgen in ein merkwürdiges rötliches Licht getaucht – dann verfinsterte sich der Himmel, Sturmböen, Blitz, Donner und heftiger Regen folgten. Nach einer Pause dann am Vormittag ein zweites Gewitter. Beide sorgten für insgesamt 18 Einsätze der Dresdner Feuerwehr. „Keller mussten wir nicht auspumpen, aber es gab vor allem im Süden und im Osten Dresdens Notrufe wegen abgebrochener großer Äste und umgestürzter Bäume“, so Thomas Mende, Sprecher der Feuerwehr und Leiter der Leitstelle. Dabei wurden Häuser und Fahrzeuge beschädigt. Menschen kamen nicht zu Schaden.

So rückte die Feuerwehr um 6.33 Uhr zur Fritz-Schreiter-Straße nach Sporbitz aus, wo ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt war. Auch eine Freileitung sei in Mitleidenschaft gezogen worden. Um 6.41 Uhr fuhr die Feuerwehr zur Tolstoistraße nach Loschwitz. Dort war eine große Linde gegen ein Haus gekippt und hatte dabei Teile der Fassade beschädigt, Fenster, Regenrinnen und Fensterläden gingen zu Bruch. Der Baum wurde Stück für Stück mit Kettensägen zerlegt.

Auch auf der Kurhausstraße in Kleinzschachwitz stürzte ein großer Baum um. „Die Meldung ging 6.49 Uhr ein“, so Mende. Die Bewohner des Hauses kamen mit dem Schrecken davon. „Des Weiteren stürzte in einem Innenhof an der Heynahtstraße in Gruna ein Baum um, beschädigte die Fassade eines Hauses und ein Fahrrad. Dorthin sind wir 6.57 Uhr ausgerückt.“ Weitere Einsätze – vornehmlich wegen herabgestürzter großer Äste – gab es zum Beispiel auf der Güntzstraße in der Pirnaischen Vorstadt, in Schönfeld Am Sägewerk sowie Am Feldrain, in Striesen am Stresemannplatz, in Blasewitz auf der Draesekestraße sowie in Schullwitz Am Triebenberg.

„Im Netz der Drewag gab es heute unwetterbedingt keinerlei größere Störungen oder Versorgungsbeeinträchtigungen“, gab Frank Wustmann, Abteilungsleiter Unternehmensentwicklung/Umweltschutz, auf DNN-Anfrage Auskunft. Die Stadt war derweil damit beschäftigt, die einmal mehr voll Wasser gelaufene Bahnunterführung im Zuge der Reisstraße in Niedersedlitz leerzupumpen sowie 35 durch Laub verstopfte Straßenabläufe zu reinigen.

Zuvor hatten Gewitter, Hagel und Starkregen schon in Chemnitz und im Kreis Zwickau für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Wie die Polizei mitteilte, wurden am späten Dienstagabend auf der A4 zwischen Chemnitz-Mitte und Glösa zwei von drei Fahrspuren durch einen Erdrutsch blockiert. Dort spülte der Regen Schlamm von den angrenzenden Feldern auf die Straße. Auch im Chemnitzer Stadtgebiet sorgten heftige Regenfälle für kurzzeitig überflutete Straßen. Im Kreis Zwickau und im Erzgebirgskreis musste die Feuerwehr mehrfach wegen umgestürzter Bäume ausrücken. Behinderungen gab es deshalb unter anderem auf der B93 in Langenweißbach und in Oelsnitz.

Auch im Dresdner Umland gab es erneut Schäden. Wie schon am Vortag war das Kirnitzschtal wegen einer Schlammlawine zeitweise nicht passierbar. Bei Bad Schandau stürzte ein Baum auf einen Pkw. Die Bahnstrecke Dresden-Prag war für einige Stunden nicht befahrbar, da Bäume auf die Trasse gestürzt waren.

In der Lausitz vermeldete die Polizei Görlitz insgesamt 16 Notrufe während der Gewitterfront. Umgestürzte Bäume versperrten Autofahrern den Weg, starke Regenfälle sorgten für unpassierbare Straßen. Die Feuerwehren rückten vielerorts aus, um Wasser aus Kellern zu Pumpen oder Straßen von Bäumen zu beräumen.

Einige Flüsse und Bäche im Osten des Freistaates führen Hochwasser. Das Flüsschen Hoyerswerdaer Schwarzwasser stieg stellenweise kurzzeitig in den Bereich der Alarmstufe 2 an. Die Hydrologen rechnen dort weiter mit Hochwasser.

In Görlitz schlug ein Blitz in das Landratsamt in der Jägerkaserne ein. Durch den Gewittersturm wurden vereinzelt Dachziegel aus den Dächern gerissen und stürzten zu Boden, teilten die Beamten mit. In der Görlitzer Emmerichstraße stürzte ein Baum auf ein parkendes Auto. Personen wurden nach Angaben der Polizei nicht verletzt.

cat./StS/sl/dpa

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