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Erleuchtende Einfälle: Zwei Dresdner Brüder setzen Designs der Deutschen Werkstätten Hellerau um

Erleuchtende Einfälle: Zwei Dresdner Brüder setzen Designs der Deutschen Werkstätten Hellerau um

Elegante Rundungen, ungewöhnliche Designs, gewaltige Erscheinungen. Die Deutschen Werkstätten Hellerau sind bekannt für ihren hochwertigen und individuellen Innenausbau.

Beispielhaft für die ungewöhnlichen Ideen aus Hellerau ist eine Möbelserie für eine Londoner Bibliothek - bestehend aus Tischen, Leuchtern, Stühlen und Hockern. Die Entwürfe selbst stammen von Designer Gabriel Bensch, für die handwerkliche Ausführung waren allerdings zwei Dresdner Brüder verantwortlich.

Michael und Mathias Kunze sind die beiden Männer, die hinter dem Holzformwerk Dresden stecken. Seit 15 Jahren sind sie selbstständig, fertigen individuelle Holzmöbel - als Einzelprodukte oder in Kleinstserien. Neben der Anfertigung von Möbeln haben die Brüder Erfahrungen beim Schiffs- und Yachtinnenausbau gesammelt. Auch ihr erster Auftrag vor 15 Jahren kam aus diesem Bereich, denn 1999 waren die Handwerker für den Innenausbau des Berliner Restaurantschiffs philippa (Teil der van loon-Familie) verantwortlich. Durch ihren verstärkten Schiffsbug kann die philippa sogar ganzjährig - auch bei klirrender Kälte und Eis - über die Gewässer der Hauptstadt fahren. "Das war ein großartiger Zufall. Wir hatten gerade erst mit der Selbstständigkeit begonnen und gleich für neun Monate Arbeit gehabt", so Michael Kunze. Gleichzeitig war der Großauftrag eine hervorragende Referenz für die Zukunft.

Eine Referenz, die den Brüdern Kunze unter anderem auch den Auftrag für die Möbelserie der Deutschen Werkstätten Hellerau einbrachte. "Die Designs von Gabriel Bensch sind immer eine Herausforderung", erklärt Michael Kunze. Während die kreativen Ideen aus Hellerau kommen, müssen sich die Brüder eine geeignete konstruktive Lösung erarbeiten, erfinderisch und innovativ werden. "Wir lernen selbst immer noch etwas Neues dazu."

Den Blick bereits in die Zukunft gerichtet, arbeiten Michael und Mathias Kunze derzeit auch an einer neuartigen 3D-Technik für die Holzbearbeitung. Gerade für Innenarchitekten und Designer lege darin ein nicht zu erschöpfendes Potenzial der Kreativität. Speziell für mehrdimensional zu verformende Bauteile greifen die Brüder auf die Vakuumtechnik zurück. Dabei werden die Bauteile in einem Gummi- beziehungsweise Foliensack durch Abpumpen der Luft zusammen gepresst und geformt. "Diese Technik ist quasi unser bestes Pferd im Stall. Wir suchen derzeit aber noch nach geeigneten Partnern, um auch größere Aufträge realisieren zu können", so die Dresdner Brüder. Doch bis es so weit ist, arbeiten die beiden weiter an konstruktiven und innovativen Lösungen, für besondere Designs.

Steinmann, Nadine

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